Exzellentes Dienen

Best

Wer sei­nen Urlaub in einem Mehr­stern-Hotel irgend­wo in Öster­reich ver­bracht hat, wird übli­cher­wei­se den erleb­ten Kom­fort und die vor­züg­li­che Behand­lung durch bes­tens geschul­tes Per­so­nal schät­zen. Wenn die­sel­be Her­ber­ge noch dazu die von vorn­her­ein schon hohen Ver­spre­chun­gen an den Gast im Hin­blick auf das zu erwar­ten­de Ambi­en­te und das erhoff­te Erleb­nis deut­lich über­trifft, bleibt neben Dank­bar­keit auch ehr­li­che Aner­ken­nung zurück. Die­se bei­den in der Erin­ne­rung des Gas­tes ver­an­ker­ten Merk­ma­le kön­nen dann aus­schlag­ge­bend sein einer­seits für blei­ben­de Treue und ande­rer­seits für bes­te Mundpropaganda.

Das öster­rei­chi­sche Hotel- und Gast­ge­wer­be weist – so mei­ne ich – ein auch in inter­na­tio­na­lem Ver­gleich sehr hohes Qua­li­täts­ni­veau auf. Grund­la­ge dafür ist die den Men­schen in unse­rem Land eige­ne Hilfs­be­reit­schaft und das Ver­trau­en dar­auf, dass die aus der Hal­tung des Die­nens her­aus ent­wi­ckel­ten Annehm­lich­kei­ten von den Gäs­ten geschätzt und auch in finan­zi­el­ler Hin­sicht gewür­digt wer­den. Den Unter­neh­men ist dabei sehr wohl bewusst, dass einer­seits die­nen vor ver­die­nen kom­men muss, ande­rer­seits aber die Erwar­tun­gen der Kun­den stän­dig stei­gen und wei­te­re posi­ti­ve Über­ra­schun­gen gera­de­zu erwar­tet werden.

Kun­den­er­leb­nis-Manage­ment

Das vor­hin beschrie­be­ne Erleb­nis mit der Vor­freu­de, die in der rea­len Erfah­rung noch über­trof­fen wird, ist wohl für jeden Emp­fän­ger einer Dienst­leis­tung wün­schens­wert. Dabei ist es gleich­gül­tig, ob es sich um eine ganz ein­fa­che han­delt wie die eines Fri­seurs, oder ob eine Inge­nieur- oder Sach­ver­stän­di­gen­leis­tung vor­liegt. Auch bei letz­te­ren gilt, dass ein gutes Kun­den­er­leb­nis auf Dau­er nicht mit einer gleich­blei­ben­den Qua­li­tät zu errei­chen ist, son­dern dass sich der Kun­de stän­dig etwas mehr erwar­tet, auch wenn er sich das selbst nicht immer ein­ge­ste­hen wird.

„Fea­tures“ und „Bene­fits“

Man muss ohne Umschwei­fe zuge­ben, dass die­ses „Mehr“ in der Kun­den­er­war­tung nicht ein­fach zu erfül­len ist. Es erfor­dert mit­un­ter anstren­gen­de Denk­ar­beit und die Bereit­schaft, sich aus der eige­nen Per­spek­ti­ve weg in die Sicht­wei­se des Auf­trag­ge­bers zu ver­set­zen. Es erfor­dert auch die Abkehr von der übli­chen Art, sei­ne Leis­tun­gen zu prä­sen­tie­ren. Denn die meis­ten Anbie­ter von hoch­wer­ti­gen geis­ti­gen Dienst­leis­tun­gen kon­zen­trie­ren sich auf die Dar­stel­lung ihrer beson­de­ren Leis­tun­gen, der „Fea­tures“. Das inter­es­siert aber den Kun­den nur am Ran­de: Er will wis­sen, wel­chen Vor­teil er von der Leis­tung hat, er will sei­ne „Bene­fits“ kennen!

Nut­zen einer Ingenieurdienstleistung

Neh­men wir als Bei­spiel einen Inge­nieur­dienst­leis­ter, der für einen Auf­trag­ge­ber eine kom­ple­xe Pla­nung durch­zu­füh­ren hat. Wie kann die­ser ein „Mehr“ für sei­nen Auf­trag­ge­ber erzie­len? Ganz ein­fach so: Er muss den Nut­zen sei­ner Leis­tung dar­stel­len. Das äußert er etwa auf die­se Art: „Die Pla­nung, wie wir sie aus­füh­ren, bringt den kon­kre­ten wirt­schaft­li­chen Nut­zen von …, hat den Vor­teil beson­de­rer Umwelt­freund­lich­keit und zugleich Nach­hal­tig­keit, weil …, bringt für die Gesund­heit und Sicher­heit der davon berühr­ten Per­so­nen oder Mit­ar­bei­ter eine beson­de­re Ver­bes­se­rung, weil …, ist für ihr Image för­der­lich, weil …“

Dar­stel­lung des Wertes

Zum exzel­len­ten Die­nen und zur Erbrin­gung einer her­vor­ra­gen­den Leis­tung gehört eben zu einem sehr hohen Anteil die Dar­stel­lung des Werts, den der Auf­trag­ge­ber wahr­nimmt. Die­ser Wert ist eben nicht nur in finan­zi­el­ler Hin­sicht von Inter­es­se, son­dern hat zumeist auch sozia­le, gesell­schaft­li­che, per­sön­li­che, umwelt­re­le­van­te, öffent­lich­keits­wirk­sa­me oder ande­re Kom­po­nen­ten. Der gute Dienst­leis­ter kennt die­se „sanf­ten“, weil nicht­ma­te­ri­el­len Bestand­tei­le sei­ner Lösung und stellt sie dem Kun­den dar, nicht nur im Vor­feld und vor dem Auf­trag, son­dern lau­fend, eben­so nach Fer­tig­stel­lung der Leis­tung und auch nach Errich­tung des geplan­ten Vorhabens.

Weitere Beiträge

Kategorien

Suche

Archiv

Stichwörter