Heiße Luft …

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Ballon

… rich­tig ein­ge­fan­gen hat genug Ener­gie, um mäch­ti­ge Bal­lons majes­tä­tisch meh­re­re Kilo­me­ter hoch gen Him­mel stei­gen zu las­sen. Für die Bal­lon­fah­rer und ihre Pas­sa­gie­re ein schö­nes Erleb­nis. Hei­ße Luft, die Poli­ti­ker vor Mikro­fo­nen der Medi­en in die Atmo­sphä­re abson­dern, kann lei­der bis­lang ener­gie­tech­nisch nicht nutz­brin­gend erschlos­sen wer­den und bringt lei­der auch kein schö­nes Erleb­nis mit sich. So etwa muss sich jeder selbst den­ken­de Mensch gepflanzt füh­len, wenn eine Umwelt­mi­nis­te­rin gna­den­vol­l­er­wei­se Tipps zum Bes­ten gibt, wie man Ener­gie spa­ren kann: Beim Kochen Deckel auf den Topf! Wer hät­te je dar­an gedacht …

Bit­te nicht miss­ver­ste­hen, ich will mich hier nicht lus­tig machen über die Hilf­lo­sig­keit ein­zel­ner Polit­ak­teu­re, die von welt­po­li­ti­schen Ereig­nis­sen genau­so unvor­be­rei­tet getrof­fen wur­den, wie wir alle. Lei­der ist zur­zeit der Prä­si­den­ten­stuhl im Wei­ßen Haus erbärm­lich schwach besetzt, was Rus­sen und Chi­ne­sen gekonnt aus­nut­zen, um ihre Macht­ge­lüs­te aus­zu­le­ben. Trump mag als Rüpel gel­ten, aber unter sei­ner Prä­si­dent­schaft wäre es nie so weit gekom­men, davon bin ich über­zeugt. Und wir Euro­pä­er sind jetzt aus wel­chen Grün­den auch immer und ob zurecht oder auch nicht in einer leicht brenz­li­chen Situation.

Wie­der ein­mal Krise 

Das Aus­ru­fen von Kri­sen ist mitt­ler­wei­le fes­ter Bestand­teil poli­ti­scher Kul­tur. Ja, wir haben es jetzt, erklä­ren uns Regie­rung und Medi­en, mit einer veri­ta­blen Ener­gie­kri­se zu tun. In minis­te­ri­el­lem Gefol­ge hagelt es daher auch von ande­ren Exper­ten reich­lich Rat­schlä­ge. Etwa: Um Gas zu spa­ren, müs­sen die Raum­tem­pe­ra­tu­ren her­un­ter, 19 Grad müs­sen rei­chen! – Vor vier­zig Jah­ren hät­ten die meis­ten Woh­nungs­be­nut­zer gesagt, naja is‘ eh fast zwan­zig, kein Pro­blem! Aber wenn das heut­zu­ta­ge wirk­lich vor­ge­schrie­ben wer­den soll­te, schau ich mir die Reak­ti­on der Betrof­fe­nen dar­auf an!

Ansprü­che sind gewachsen

Denn in den Jahr­zehn­ten seit­her sind nicht nur die Häu­ser und Woh­nun­gen in der Grö­ße beträcht­lich gewach­sen, son­dern auch die Kom­fort­an­sprü­che der Bewoh­ner. Zuerst stie­gen die ver­lang­ten Raum­tem­pe­ra­tu­ren in zen­tra­len Wohn­be­rei­chen und auch in Büros lang­sam, aber ste­tig erst auf 22, heu­te wer­den viel­fach schon 24 Grad Cel­si­us als nor­mal ange­se­hen. Der Poli­ti­ker, der dann noch den nütz­li­chen Tipp bei der Hand hät­te, man kön­ne doch statt­des­sen bei 19 Grad einen Pull­over anzie­hen und so, der kann sich selbst warm anzie­hen, spä­tes­tens beim nächs­ten Wahltermin.

Feind Indi­vi­du­al­ver­kehr

Und erst die Autos! Die ideo­lo­gi­schen Moto­ren der Grü­nen lau­fen auf Voll­gas, wenn es um die Ein­schrän­kung des Indi­vi­du­al­ver­kehrs geht. Das Auto, der PKW – der Feind schlecht­hin, für die Umwelt, für das Kli­ma, wegen der fos­si­len Treib­stof­fe, der Treib­haus­ga­se … Jetzt die Gunst der Stun­de nut­zen: Auf der Auto­bahn 100 Stun­den­ki­lo­me­ter, auf der Land­stra­ße 80, in den Städ­ten grund­sätz­lich 30. Welch Unmen­gen an Treib­stoff, an Treib­haus­ga­sen da gespart wer­den kön­nen! Alle rein in die Öffis, auch am Land, und als End­ziel kann man viel­leicht den Leu­ten über­haupt das eige­ne Fahr­zeug ausreden …

Mani­pu­la­ti­on mit Schuldgefühlen

Gegen wohl­mei­nen­de Ener­gie­spar­vor­schlä­ge ist nichts ein­zu­wen­den. Was ich aber strikt ableh­ne, ist die mani­pu­la­ti­ve Unter­füt­te­rung der­sel­ben mit Schuld­ge­füh­len, etwa in der Art: Du bist schuld am Kli­ma­wan­del, wenn Du mit dem Flug­zeug fliegst, also tu’s nicht. Die ersau­fen­den Eis­bä­ren, die hun­gern­den Kin­der, die schmel­zen­den Glet­scher, Dür­ren und Über­schwem­mun­gen, alles Dei­ne Schuld, weil Du nicht bereit bist, ein paar Kilo­me­ter zu Fuß zum Ein­kauf zu gehen und statt­des­sen CO2 in die Atmo­sphä­re schickst … Um das gut­zu­ma­chen, ist ein Opfer nötig, also zücke Dei­ne Geld­bör­se, akzep­tie­re höhe­re Steu­ern etc., etc.

Ener­gie­spa­ren muss nicht gleich die Welt ret­ten wollen

Ener­gie­spa­ren ist eine gute Sache und gehört geför­dert und bewor­ben. Es steht außer Zwei­fel, dass viel zu viel Ener­gie ver­geu­det wird. Ich darf nur nicht auf ande­re zei­gen, son­dern muss bei mir selbst anfan­gen, es bes­ser zu machen. Aber der Glau­be, durch Ver­zicht auf CO2-Emis­sio­nen zugleich auch das Kli­ma und damit die Welt ret­ten zu kön­nen, ist ein Irr­glau­be. Ent­ge­gen all dem Getrom­mel von Poli­tik und Medi­en ken­ne ich bis dato kei­ne wis­sen­schaft­li­che Arbeit, die nach­weist, dass CO2 der Aus­lö­ser für einen Tem­pe­ra­tur­an­stieg der Atmo­sphä­re ist. Ich las­se mich jeder­zeit eines Bes­se­ren beleh­ren, aber bis jetzt ist das nur hei­ße Luft …

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