Was wäre, wenn …

·

·

Frage

… wir alle­samt die Locker­heit besä­ßen, eini­ge ein­ge­fleisch­te Ideen und tief ver­wur­zel­te Vor­stel­lun­gen unvor­ein­ge­nom­men und stock­nüch­tern zu betrach­ten? Wenn wir los­las­sen könn­ten von jenem gedank­li­chen Turm zu Babel, den wir unter Anlei­tung viel­fäl­ti­ger Medi­en tag­aus, tag­ein Bau­stein um Bau­stein auf­schich­ten und in über­wie­gen­der Mehr­heit ohne zu zwei­feln als not­wen­dig anse­hen und akzep­tie­ren? Was wäre, wenn unse­re Gesell­schaft sich Zeit für längst fäl­li­ge Refle­xi­on näh­me? Wenn kri­ti­sches Den­ken wie­der sei­nen Platz hät­te und nicht als „Schwur­be­lei“ bei­sei­te­ge­scho­ben würde?

Was wäre, wenn über den Kli­ma­wan­del in einer Art dis­ku­tiert wer­den könn­te, in der auch jene Wis­sen­schaft­ler unge­stört ihre Argu­men­te vor­tra­gen und begrün­den kön­nen, die zur Erkennt­nis gekom­men sind, dass eben­die­ser Kli­ma­wan­del nicht mensch­ge­macht sei? Was wäre, wenn man ihren Argu­men­ten Gehör schen­ken wür­de, selbst dann, wenn man nach­her sei­ne Mei­nung nicht änder­te? Wenn man aner­ken­nen könn­te, dass Wis­sen­schaft nie end­gül­ti­ge Resul­ta­te lie­fert und damit abge­schlos­sen ist, son­dern immer Aus­schau nach noch bes­se­rer Erkennt­nis hal­ten muss?

Was wäre, wenn CO2-Emis­sio­nen kei­ne nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen hätten?

Was wäre, wenn sich unzwei­fel­haft her­aus­stel­len wür­de, dass das von der Mensch­heit ver­ur­sach­te CO2 doch nicht der ent­schei­den­de und schein­bar gefähr­li­che Fak­tor für den Kli­ma­wan­del dar­stellt und die­se Erkennt­nis sich auch her­um­sprä­che? Wenn sich her­aus­stell­te, dass mehr CO2-Emis­si­on sogar wün­schens­wert wäre, weil die­se nicht nur für das Wachs­tum von Pflan­zen gene­rell, son­dern ins­be­son­de­re für Pflan­zen in bis­her unwirt­li­chen Wüs­ten­ge­gen­den von rie­si­gem Vor­teil wäre, was letzt­end­lich zu einem Segen für die Mensch­heit wer­den könnte?

Was wäre, wenn Jour­na­lis­ten sach­ge­mäß berichteten?

Was wäre, wenn sich Jour­na­lis­ten auf Grund­la­ge des aktu­el­len Berichts AR6 des „Welt­kli­ma­rats“ IPCC eini­gen könn­ten, dass die ver­fas­sen­den Wis­sen­schaft­ler weder eine „Kli­ma­kri­se“, noch einen „Kli­ma­not­stand“ oder gar eine  „Kli­ma­ka­ta­stro­phe“ behaup­ten und dass sich die Medi­en die­se Begrif­fe ange­eig­net haben? Was wäre, wenn man sich das Kapi­tel 12 näher ansä­he, das nahe­legt, dass der Kli­ma­wan­del zwar zu einem Tem­pe­ra­tur­an­stieg führt, ansons­ten kei­ne Ver­än­de­run­gen in Natur­er­eig­nis­sen wie Stür­men, Über­schwem­mun­gen, Dür­ren etc. erwar­ten lässt?

Was wäre, wenn Akti­vis­ten der Poli­tik kri­tisch gese­hen würden?

Was wäre, wenn poli­tisch Ver­ant­wort­li­che erken­nen wür­den, dass es sich beim Ter­mi­nus „Akti­vist“ nicht um eine Berufs­be­zeich­nung han­delt, die bereits „auto­ma­tisch“ für höhe­re poli­ti­sche Ämter qua­li­fi­ziert? Was wäre, wenn sie erken­nen könn­ten, dass der vol­le Ein­satz akti­vis­tisch ange­hauch­ter Kämp­fer für eine Sache ihrer Wahl selbst­ver­ständ­lich zu respek­tie­ren ist, dass aber Akti­vis­ten in spä­te­rer poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung über­for­dert sein könn­ten, wenn es dar­um geht, in Ent­schei­dun­gen öffent­li­chen Inter­es­ses aus­ge­wo­gen zu handeln?

Was wäre, wenn Groß­tech­nik mit Vor­sicht betrach­tet würde?

Was wäre, wenn man nach genau­en und nach­voll­zieh­ba­ren Unter­su­chun­gen zur all­ge­mei­nen Erkennt­nis käme, dass  die Nut­zung von Wind- und Son­nen­en­er­gie in groß­tech­ni­schen Anla­gen weder im Hin­blick auf Wirt­schaft­lich­keit noch in Bezug auf die umwelt­be­zo­ge­nen Aus­wir­kun­gen von Vor­teil ist? Wenn sich die Ein­sicht ver­brei­ten wür­de, dass etwa die Nut­zung von Solar­ener­gie ledig­lich im gebäu­de­be­zo­ge­nen Bereich sinn­voll und wün­schens­wert sei, die groß­flä­chi­ge Bele­gung von frucht­ba­rem Acker­land mit Solar­mo­du­len jedoch nicht?

Was wäre das Fazit?

Die gute alte Zeit hat­te auch tat­säch­lich Pha­sen, die sich man­cher zurück­wünscht. Wer in der Kam­mer- oder Stan­des­po­li­tik unter­wegs war, kann sich dar­an erin­nern, dass man sich eins­tens in poli­ti­scher oder gesell­schaft­li­cher Hin­sicht mit mehr per­sön­li­cher Ach­tung begeg­ne­te: Mit Anders­den­ken­den wur­de hart, aber fair dis­ku­tiert. – Heut­zu­ta­ge wäre es doch schön, in einem Umfeld mit genug Selbst­be­wusst­sein zu leben, das nicht gleich die Ner­ven ver­lie­ret, wenn Ansich­ten geäu­ßert, Mei­nun­gen ver­tre­ten und Fra­gen gestellt wer­den, auch und beson­ders sol­che, die dem soge­nann­ten Main­stream nicht genehm sind.

—

Weitere Beiträge

Kategorien

Suche

Archiv

Stichwörter