Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #28: Gewandtheit

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„Sich regen bringt Segen“ – ein gro­ßer Teil des Erfol­ges von Frei­be­ruf­lern hängt davon ab, dass sie im rich­ti­gen Maß aktiv sind und nicht war­ten, bis das Glück an ihre Türe klopft. Das klingt wie ein Wider­spruch, denn Dienst­leis­ter, zu denen fast alle Frei­be­ruf­ler gehö­ren, leben ja davon, dass sie nach­ge­fragt wer­den, wenn man sie braucht. Aktiv akqui­rie­ren klappt so gese­hen nicht. Es wäre bei­spiels­wei­se sinn­los, jeman­den ein Gut­ach­ten ver­kau­fen zu wol­len, der kei­ne Ver­wen­dung dafür hat. Wohl aber kann die Art sei­nes Agie­rens den Kli­en­ten so sehr für sich ein­neh­men, dass der nächs­te Auf­trag fast von selbst kom­men wird.

Gewandt­heit ist ein Schlüs­sel dazu. Schon die Weis­heits­li­te­ra­tur in der Bibel sagt dazu ganz klar im Buch der Sprü­che 22,29 (Über­set­zung nach Elberfelder):

„Siehst du einen Mann, der gewandt ist in sei­nem Geschäft, vor Köni­ge wird er hin­tre­ten, er wird nicht vor Nied­ri­ge hintreten.“

Das heißt mit ande­ren Wor­ten: Wer gewandt ist in sei­nem Geschäft, der hat einen guten Auf­tritt, genügt den Anfor­de­run­gen des best­mög­li­chen Kun­den­krei­ses und wird von die­sem auch leis­tungs­ge­recht ent­lohnt. Er wird nicht denen nach­lau­fen müs­sen, die sei­ne Leis­tun­gen gering­schät­zen und daher auch schlecht entlohnen.

Was genau hat es mit gewandt sein auf sich?

Der Begriff „gewandt“ beinhal­tet viel mehr als wen­dig sein! Einen Ein­druck, was wirk­lich dahin­ter­steht, bekommt man aus der Fül­le von Begrif­fen glei­cher oder sehr ähn­li­cher Bedeu­tung, die man dazu im Duden fin­det. „Gewandt“ bedeu­tet zunächst einmal

-         In Bewe­gun­gen, Beneh­men, Auf­tre­ten, Aus­drucks­wei­se oder Ähn­li­chem sicher und geschickt;

-         Von die­ser Sicher­heit und Geschick­lich­keit zeugend.

Fol­gen­de Syn­ony­me wer­den dazu angegeben:

-         Alert, behän­de, beweg­lich, elas­tisch, flink, gelen­kig, geschickt, geschmei­dig, leicht­fü­ßig, wen­dig, wieselflink:

-         Reg­sam;

-         Agil, fix;

-         Diplo­ma­tisch, erfah­ren, form­ge­wandt, geschickt, geschlif­fen, geübt, sicher im Auf­tre­ten, tak­tisch klug, welt­ge­wandt, welt­män­nisch, welt­läu­fig, rou­ti­niert, versatil;

-         „Savoir fai­re“ (Wis­sen, wie man’s macht, gewusst wie, Know-How, Anm.)

(„Agil“ ist des­halb beson­ders her­vor­ge­ho­ben, weil es sich dabei um einen in vie­ler­lei Zusam­men­hang gebrauch­tes Wort – fast schon ein Mode­wort – han­delt, man den­ke an agi­le Soft­ware­ent­wick­lung, agi­les Pro­jekt­ma­nage­ment, agi­le Metho­den, etc. …).

Im Kern bedeu­tet Gewandt­heit also nichts ande­res, als Geschick­lich­keit oder Geschickt­heit und Sicher­heit in allen Aspek­ten der Berufs­aus­übung, die Tätig­keit als „Gesamt­kunst­werk“, das dem Kli­en­ten nicht nur nützt, son­dern ihn auch von den viel­fäl­ti­gen Kom­pe­ten­zen über­zeugt, die sein frei­be­ruf­li­cher Geschäfts­part­ner auf­weist. Im Grun­de genom­men geht es dar­um, umfas­sen­de Qua­li­tät zu zei­gen. Durch das dar­aus fol­gen­de tie­fe Ver­trau­en des Kli­en­ten ent­steht eine nach­hal­ti­ge und für bei­de Part­ner erfreu­li­che Geschäftsbeziehung.

Haben Sie Erfah­run­gen zum The­ma? Über Ihre Mit­tei­lun­gen wür­den wir uns freuen!

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