Wie wir Experten stärken: #5 – Die Grundsätze

SV

Der Weg zum Erfolg und eine gelun­ge­ne Wan­de­rung ver­lan­gen zwei Din­ge: Gute Vor­be­rei­tung und rich­ti­ge Aus­rüs­tung! Qua­li­täts­be­wuss­te Sach­ver­stän­di­ge müs­sen über die Wesens­art einer geis­ti­gen Dienst­leis­tung ganz genau Bescheid wis­sen. Denn Auf­trag­ge­ber beur­tei­len die Qua­li­tät eines Sach­ver­stän­di­gen nicht allein am Gut­ach­ten, das ihnen in die Hän­de gelegt wird, son­dern sie bezie­hen die Per­son und den gesam­ten Auf­trags­ver­lauf mit ein. Wor­auf der Sach­ver­stän­di­ge dabei beson­ders zu ach­ten hat und wel­che Stol­per­stei­ne zu ver­mei­den sind, erfährt man im Semi­nar „Qua­li­täts­si­cher­heit für Sachverständige“.

Den Begut­ach­tungs­auf­trag als Dienst­leis­tung sehen

Vie­len Sach­ver­stän­di­gen, auch sol­chen, die aus frei­en Beru­fen kom­men, sind die wesent­li­chen Ele­men­te und auch die Eigen­hei­ten einer Dienst­leis­tung nicht geläu­fig. Damit ken­nen sie auch nicht die Mecha­nis­men, nach denen ein Auf­trag­ge­ber die Qua­li­tät eben­die­ser Leis­tung emp­fin­det. Das ist scha­de, denn sehr oft sind es schein­bar nur Klei­nig­kei­ten, die über Erfolg oder Miss­erfolg ent­schei­den, etwa die Art, wie jemand mit Men­schen umgeht. Fach­li­che Qua­li­tät, deren sich wohl jeder Sach­ver­stän­di­ge rühmt, ist also bei wei­tem nicht das ein­zi­ge Kri­te­ri­um, nach dem beur­teilt wird.

Dazu kommt noch, dass die Qua­li­tät einer Dienst­leis­tung ganz anders beur­teilt wird als die Qua­li­tät eines Gegen­stan­des: Wäh­rend etwa ein Möbel­stück vor einem Kauf aus­gie­big unter­sucht, geprüft und getes­tet wer­den kann, ist das bei einer Dienst­leis­tung nicht mög­lich. Letz­te­re kann erst dann auf ihre Qua­li­tät hin bewer­tet wer­den, wenn sie bereits erbracht ist! Das ver­langt vom Sach­ver­stän­di­gen eine ganz bestimm­te Vor­gangs­wei­se: Er muss schon im Vor­feld des Auf­trags alles dran­set­zen, dass er Ver­trau­en geschenkt bekommt und muss im Lau­fe sei­ner Tätig­keit bemüht sein, die­ses Ver­trau­en nicht zu verlieren.

Was ist Qua­li­täts­si­cher­heit und wie erreicht man sie?

Wenn man alles dar­an­setzt und sys­te­ma­ti­sche Schrit­te unter­nimmt, bes­te Qua­li­tät zu lie­fern, erreicht man all­mäh­lich eine sehr hohe per­sön­li­che Sicher­heit, mit der man Begut­ach­tungs­auf­trä­ge abwi­ckeln kann. Die­se Qua­li­täts­si­cher­heit resul­tiert dar­aus, dass man in jedem Arbeits­schritt auf bewähr­te Schrit­te und Fest­le­gun­gen zurück­grei­fen kann, die ein gut durch­dach­tes und trotz­dem ein­fach gestal­te­tes Qua­li­täts-Manage­ment bie­tet. Vor­gangs­wei­se mit Sys­tem also, ent­las­tend, weil nichts ver­ges­sen wer­den kann, trotz­dem aber mit vol­ler Gestaltungsfreiheit!

Qua­li­täts­si­cher­heit bedeu­tet aber auch, dass man sich aller Qua­li­täts­merk­ma­le bewusst ist, sowohl derer, die dem Auf­trag­ge­ber wich­tig sind, als auch der eige­nen Vor­stel­lun­gen davon, wie qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Arbeit aus­se­hen soll. Dar­über hin­aus gibt es auch Nor­men, die Qua­li­täts­for­de­run­gen ent­hal­ten, die sinn­voll sind und beach­tet wer­den müs­sen. Sie geben bei­spiels­wei­se wich­ti­ge Anhal­te für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Auf­trag­ge­ber und legen ande­rer­seits Ver­hal­tens­wei­sen fest, wie man Risi­ken beschrän­ken kann. Jeder Sach­ver­stän­di­ge tut gut dar­an, über die­se Prin­zi­pi­en Bescheid zu wissen.

Qua­li­tät ist Attraktivität!

Nicht nur auf lan­ge Sicht, son­dern schon recht bald erfährt der­je­ni­ge Sach­ver­stän­di­ge eine beruf­li­che Auf­wer­tung, von dem man weiß, dass er exzel­len­te Arbeit lie­fern kann. Dass Erfolg rasch kommt, ist nahe­lie­gend: Wer von Anfang best­mög­li­che und unter Kol­le­gen aner­kannt gute und ver­läss­li­che Leis­tung erbringt und das auch noch auf kon­stan­te Wei­se auf­recht hält, der braucht sich um posi­ti­ve Mund­wer­bung – die ja nach wie vor die bil­ligs­te, aber auch wir­kungs­volls­te Wer­be­me­tho­de dar­stellt – kei­ne Sor­gen zu machen. Exzel­len­te Fach­leu­te erzeu­gen einen Sog – die Auf­trag­ge­ber kom­men zu ihnen.

Es soll nicht ver­schwie­gen wer­den, dass Erfolg immer mit Arbeit, bis­wei­len har­ter Arbeit, ver­bun­den ist. Ins­be­son­de­re der Auf­bau eines Qua­li­täts-Manage­ment­sys­tems erfor­dert eini­ges an Mühe (die sich natür­lich in der Fol­ge umso mehr loh­nen kann). Wenn man aber Schritt für Schritt vor­geht von einem klei­nen Erfolg zum nächs­ten, dann macht das rich­tig Freu­de. Das Schö­ne ist, dass man dabei immer unvoll­kom­men sein wird und auch sein darf. Per­fek­tio­nis­mus ist fehl am Platz!

Das machen, wor­auf es ankommt!

Das Semi­nar „Qua­li­täts­si­cher­heit für Sach­ver­stän­di­ge“ hat zum Ziel, in kur­zer Zeit jene zwan­zig Pro­zent eines Qua­li­täts­ma­nage­ments zu ver­mit­teln, die bereits acht­zig Pro­zent des Erfol­ges aus­ma­chen. Damit bekommt der Teil­neh­mer ein Rüst­zeug und eine Grund­la­ge, auf dem er auf­bau­en kann. Nur er selbst bestimmt, wie er wel­che Din­ge umsetzt und wie weit er damit geht. Wich­tig dabei ist: Es geht nicht um For­ma­lis­men, son­dern dar­um, ein leben­di­ges Sys­tem auf­zu­bau­en, das stän­dig ver­bes­sert und jeder­zeit geän­der­ten Bedin­gun­gen oder Anfor­de­run­gen ange­passt wer­den kann, das Freu­de macht und nach­hal­ti­gen Erfolg bringt!

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