Wie wir Experten stärken: #4 – Die Dokumentation

Doku

Papie­re, Papie­re, … Im Lau­fe der Bear­bei­tung eines Begut­ach­tungs­auf­tra­ges fal­len vie­le Doku­men­te an, nicht nur in schrift­li­cher Form, son­dern auch als Licht­bil­der, Ton­auf­zeich­nun­gen, E‑Mails etc. Das erfor­dert die sys­te­ma­ti­sche Ord­nung aller für die Gut­ach­ten­ser­stel­lung rele­van­ten Unter­la­gen. Der Auf­bau eines guten Sys­tems zum Doku­men­ten­ma­nage­ment mag mit eini­gem Auf­wand ver­bun­den sein, wer aber Zeit­er­spar­nis und vor allem Sicher­heit einer durchgän­gigen Ord­nung schät­zen gelernt hat, wird es nicht mehr mis­sen wol­len! Das Semi­nar „Qua­li­täts­si­cher­heit für Sach­ver­stän­di­ge“ zeigt den rich­ti­gen Weg dorthin.

Den Auf­trag als Pro­jekt sehen

Die­ser rich­ti­ge Weg beginnt zuerst ein­mal damit, dass jeder Begut­ach­tungs­auf­trag für sich als eigen­stän­di­ges Pro­jekt gese­hen und auch abge­wi­ckelt wird. Das klingt jetzt viel­leicht als ohne­hin selbst­ver­ständ­lich, ist es aber nicht. Denn lei­der fin­den sich Tei­le eines Auf­trags und damit wesent­li­che Infor­ma­tio­nen sehr oft über die Büro- oder Com­pu­ter­land­schaft eines Sach­ver­stän­di­gen­bü­ros ver­streut und nicht an einem gemein­sa­men Ort. Eine Pro­jekt­sicht soll­te hin­ge­gen in kon­se­quen­ter Wei­se dazu füh­ren, dass alle zum Pro­jekt gehö­ren­den Infor­ma­tio­nen dem Pro­jekt auch räum­lich zuge­ord­net sind und damit rasch auf­ge­fun­den wer­den können.

For­de­run­gen an eine Dokumentation

Eine Doku­men­ta­ti­on – egal ob phy­sisch oder elek­tro­nisch – ist kein Selbst­zweck, son­dern hat strikt ihrer Auf­ga­be als Stüt­ze der Arbeit des Sach­ver­stän­di­gen zu die­nen und daher fol­gen­den For­de­run­gen zu genügen:

-          die Ent­ste­hung des Gut­ach­tens und sei­ne Ergeb­nis­se müs­sen aus den Unter­la­gen her­aus jeder­zeit nach­voll­zieh­bar sein

-        die Gut­ach­tens­er­geb­nis­se müs­sen auf Grund­la­ge der gut geord­ne­ten Doku­men­te leicht nach­prüf­bar sein

-        die Her­kunft von allen für die Auf­trags­ab­wick­lung rele­van­ten Doku­men­ten muss ein­deu­tig und schnell zurück­zu­ver­fol­gen sein

-        im Zuge län­ger lau­fen­der Fäl­le müs­sen alle Unter­la­gen stets über­sicht­lich geord­net zur Hand und dadurch der Wis­sens­stand rasch auf­zu­fri­schen sein und

-        die Doku­men­ta­ti­on muss ohne unnö­ti­gen Auf­wand rasch archi­vier­bar sein.

Was beim Auf­bau der Doku­men­ta­ti­on zu beach­ten ist

Zual­ler­erst wich­tig erscheint der Hin­weis, dass auch eine noch so gute Doku­men­ta­ti­on nie per­fekt sein wird und auch gar nicht sein muss. Pedan­te­rie im Sin­ne eines über­zo­ge­nen Ord­nungs­stre­bens hat hier kei­nen Platz – für den Erfolg ent­schei­dend ist ledig­lich, dass die Doku­men­ta­ti­on in allen Pha­sen des Begut­ach­tungs­auf­trags hilf­reich ist!

Für den nach­hal­ti­gen Nut­zen ent­schei­dend sind aber eini­ge zen­tra­le Maß­nah­men, die vor dem Auf­bau eines Sys­tems zu beach­ten sind. Dazu gehört die Fest­le­gung einer ein­deu­ti­gen Pro­jekt­kenn­zeich­nung, am ein­fachs­ten etwa durch eine fort­lau­fen­de Num­me­rie­rung. Dadurch bekommt das Pro­jekt sei­nen unver­wech­sel­ba­ren Platz in der Büroorganisation.

Eine wei­te­re not­wen­di­ge Maß­nah­me ist die Schaf­fung einer sys­te­ma­ti­schen Kenn­zeich­nung aller Unter­la­gen, die allen Doku­men­ten ihre unver­wech­sel­ba­re Zuge­hö­rig­keit zum Pro­jekt sicher­stel­len. Der Sinn dahin­ter ist, dass auch ein frei her­um­lie­gen­des Doku­ment sofort einem Pro­jekt zuge­ord­net wer­den kann. Auch hier­zu gibt es Erfah­run­gen mit ein­fa­chen Vor­gangs­wei­sen, die sich in der Pra­xis bewährt haben.

Eine eben­so wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für Ord­nung ist der durch­dach­te und sys­te­ma­ti­sche Auf­bau der Doku­men­ta­ti­on, die für alle Begut­ach­tungs­fäl­le das­sel­be durch­gän­gi­ge Sys­tem bie­ten soll, zugleich aber für ganz klei­ne bis ganz gro­ße Fäl­le hohe Fle­xi­bi­li­tät auf­wei­sen muss. Das gesam­te Sys­tem soll wie­der­um in eine ein­fa­che Büro­lo­gis­tik ein­ge­bun­den wer­den kön­nen und Vor­aus­set­zun­gen für leich­te Archi­vier­bar­keit bringen.

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