Systeme verbinden durch richtiges Trennen …

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Wärmetauscher

… klingt im ers­ten Moment ver­wir­rend, stellt aber für die Gebäu­de­tech­nik eine wich­ti­ge For­de­rung dar. Hat man es doch mit einer Viel­zahl von Sys­te­men zu tun, die Bezeich­nun­gen Hei­zungs- oder Lüf­tungs­sys­tem sind uns allen geläu­fig. Die Sys­te­me exis­tie­ren aber nicht jeweils für sich allein, son­dern sind mit­ein­an­der ver­knüpft. Ein Hei­zungs­sys­tem etwa erwärmt einen Warm­was­ser­be­rei­ter, der wie­der­um zum Sani­tär­sys­tem gehört. Anders her­um ver­sorgt das Sani­tär­sys­tem bei­spiels­wei­se die Not­kühl­ein­rich­tung eines Fest­brenn­stoff­kes­sels. Sys­te­me müs­sen rich­tig ver­bun­den, abe­rauch rich­tig von­ein­an­der getrennt sein.

In die­sem Zusam­men­hang wer­den hier zwei Begrif­fe vor­ge­stellt, die sehr ähn­lich klin­gen, aber doch unter­schied­li­che Bedeu­tung haben: Sys­tem­tren­nung und Systemtrenner.

Was ver­steht man in der Gebäu­de­tech­nik unter Systemtrennung?

In der täg­li­chen Pra­xis und im übli­chen Sprach­ge­brauch wird dar­un­ter die Ver­wen­dung von Wär­me­tau­schern, sehr oft in der Aus­füh­rung als Plat­ten­wär­me­tau­scher, ver­stan­den. Der Schnitt durch einen sol­chen ist  im Bild oben zu sehen.

Wär­me­tau­scher wer­den ein­ge­setzt, wenn zwi­schen zwei Kreis­läu­fen, die unter­schied­li­che Tem­pe­ra­tur- und/oder Druck­ver­hält­nis­se auf­wei­sen, Wär­me von einem auf den ande­ren Kreis über­tra­gen wer­den soll.

Dazu drei Beispiele:

Warmwasserbereitung

In den heu­te viel­fach ein­ge­setz­ten Durch­fluss­sys­te­men wird Kalt­was­ser in einem Plat­ten­wär­me­tau­scher durch Hei­zungs­was­ser erwärmt. Das zuflie­ßen­de Kalt­was­ser und das aus­tre­ten­de Warm­was­ser haben Trink­was­ser­qua­li­tät. Das Was­ser im Hei­zungs­kreis­lauf muss ande­ren Anfor­de­run­gen genü­gen und hat daher anders gear­te­te Qualitätsmerkmale.

Fuß­bo­den­hei­zung

In man­chen Fäl­len von Hei­zungs­an­la­gen mit übli­chen Heiz­kör­pern ist es aus Grün­den der Kor­ro­si­ons­ver­mei­dung oder um Ein­schlep­pen von Ver­schmut­zun­gen zu ver­hin­dern sinn­voll, eine nach­träg­lich hin­zu­ge­bau­te Fuß­bo­den­hei­zung hydrau­lisch von der übri­gen Hei­zung zu tren­nen. Das geschieht eben­falls über Plattenwärmetauscher.

Druck­un­ter­schie­de

In einem weit­läu­fi­gen Gebäu­de­kom­plex im Gelän­de, etwa einem gro­ßen Hotel in Hang­la­ge, kann es not­wen­dig sein, wegen der infol­ge des Höhen­un­ter­schieds auf­tre­ten­den Druck­dif­fe­ren­zen Heiz­kreis­läu­fe zu unter­tei­len und mit­tels Wär­me­tau­scher zu verbinden.

Das sind eini­ge weni­ge Bei­spie­le der zahl­rei­chen Anwen­dung von Wär­me­tau­schern zur Systemtrennung.

Was aber ist mit einem Sys­tem­tren­ner gemeint? 

Unter einem Sys­tem­tren­ner ver­steht man eine Siche­rungs­ar­ma­tur, die in einem Trink­was­ser­netz ein­ge­baut ist und ver­hin­dert, dass Was­ser aus einer Brauch­was­ser­lei­tung in das mit die­ser ver­bun­de­ne Trink­was­ser­netz zurück­strö­men kann.

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