Ist ab 2030 die nächste Eiszeit zu erwarten?

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Energie

Der Kli­ma­wan­del und des­sen Aus­wir­kung auf alles Leben auf der Erde domi­nie­ren seit Jah­ren die Medi­en­be­rich­te, publi­kums­wirk­sa­me Stör­ak­tio­nen von Umwelt­ak­ti­vis­ten sind mitt­ler­wei­le Dau­er­ge­gen­stand von Nach­rich­ten. Uns wird stän­dig vor­ge­hal­ten, dass allein die von uns Men­schen frei­ge­setz­ten Emis­sio­nen und deren Treib­haus­ga­se – vor allem das CO2 – an der stei­gen­den Erd­er­wär­mung schuld sei­en. Drin­gend wären noch mehr und kost­spie­li­ge­re Maß­nah­men nötig, um die nahen­de Kata­stro­phe zu ver­hin­dern. – Gefah­ren könn­ten durch­aus dro­hen, viel­leicht aber aus einer ganz ande­ren Rich­tung. Das zei­gen neue Forschungen.

In vie­len die­ser lei­der in meist sehr ein­ge­fah­re­nen Gelei­sen geführ­ten Dis­kus­sio­nen wird viel­leicht zu wenig beach­tet, dass es mit unse­rem Zen­tral­ge­stirn, der Son­ne, einen für das Kli­ma auf der Erde alles über­ra­gen­den Ein­fluss­fak­tor gibt. Allein schon die Dimen­si­on ihres Ener­gie­stroms ist gewal­tig. In Zah­len gefasst ist die­ser über­schlä­gig geschätzt etwa zehn­tau­send­mal so groß wie der, den die Mensch­heit gegen­wär­tig frei­setzt. Das bedeu­tet, dass schon kleins­te Ände­run­gen der Son­nen­in­ten­si­tät sich auf das Kli­ma viel stär­ker aus­wir­ken müs­sen, als dies die Mensch­heit in all ihrem Bemü­hen jemals zustan­de brin­gen kann.

Neue Einsichten

Frau Pro­fes­so­rin Valen­ti­na Zhar­ko­va ist eme­ri­tier­te Pro­fes­so­rin an der Nor­th­um­bria Uni­ver­si­ty in New­cast­le, Eng­land, pro­mo­vier­te Astro­phy­si­ke­rin und Mathe­ma­ti­ke­rin. Sie forscht mit einem Schwer­punkt auf dem Gebiet der Son­nen­ak­ti­vi­tät und ener­gie­ge­la­de­ne Teil­chen. Bekannt wur­de sie durch ihre War­nung vor einer bevor­ste­hen­den Erd­ab­küh­lung, die ihrer Ansicht nach nichts mit mensch­li­cher Tätig­keit zu tun hat, auch nichts mit CO2-Emis­sio­nen, son­dern die aus­schließ­lich auf die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen Son­nen­ak­ti­vi­tät und beson­de­re Kon­stel­la­tio­nen der Pla­ne­ten­be­we­gun­gen zurück­zu­füh­ren ist.

Zhar­ko­va, deren For­schungs­ar­bei­ten auf ihrer Web­site (hier) dar­ge­stellt sind, hat meh­re­ren Zeit­schrif­ten Inter­views gege­ben, unter ande­rem auch der Epoch-Times im Jah­re 2021 (Ori­gi­nal sie­he hier). Aus­zü­ge dar­aus sind nach­ste­hend wie­der­ge­ge­ben (Zitat kur­siv).

Zwei inter­es­san­te Zah­len der heu­ti­gen Zeit: 1,5 Grad Cel­si­us sind das gro­ße Kli­ma­ziel des Pari­ser Kli­ma­ab­kom­mens. Die zwei­te Zahl ist das Jahr 2030. Bis dahin wer­den vie­le Maß­nah­men in Gang gebracht, die die Erhö­hung der Tem­pe­ra­tur der Atmo­sphä­re ver­rin­gern sollen.

Ja, die Tem­pe­ra­tur wird sin­ken. Aber nicht durch mensch­li­chen Ein­fluss, son­dern durch die Son­ne. Rei­ne Mathe­ma­tik und Astro­no­mie. Die Effek­te sind bekannt und bereits berechnet.

Die Son­ne. Nach Koper­ni­kus und Kep­ler blieb die Wis­sen­schaft nicht ste­hen, es gibt immer wie­der Neu­es zu ent­de­cken. Eine die­ser bahn­bre­chen­den Ent­de­ckun­gen mach­te Prof. Valen­ti­na Zhar­ko­va. Bahn­bre­chend ist in die­sem Fall nahe­zu wort­wört­lich zu ver­ste­hen – sie erkann­te, dass die Bahn der Son­ne doch etwas anders ist, als im All­ge­mei­nen gelehrt wird und bekannt ist.

Koper­ni­kus und Kep­ler beob­ach­te­ten, dass sich alle Pla­ne­ten des Son­nen­sys­tems um die Son­ne als Zen­tral­stern des Son­nen­sys­tems dre­hen. Ob sie wuss­ten, dass die Pla­ne­ten ihrer­seits gra­vi­ta­ti­ve Rück­wir­kun­gen auf die Son­ne haben, wäre eine müßi­ge Diskussion.

Heu­te ist bekannt, dass sie es tun und dar­aus folgt, dass sich auch die Son­ne um den gemein­sa­men Schwer­punkt des gesam­ten Son­nen­sys­tems (das Bary­zen­trum) bewegt.

Die­se von Astro­phy­si­kern als „Eigen­schaft der tau­meln­den Son­ne“ bezeich­ne­te Bewe­gung wird bei der Suche nach Exo­pla­ne­ten – Pla­ne­ten von ande­ren Ster­nen – genutzt. (…)

Kurz gesagt: Im Zeit­raum der Jah­re 1600 bis 2600 rückt die Anzie­hungs­kraft von Jupi­ter, Saturn, Nep­tun und Ura­nus die Son­ne stär­ker aus dem Brenn­punkt der ellip­ti­schen Erdumlaufbahn.

Dadurch kommt im Jah­res­ver­lauf ins­ge­samt mehr Son­nen­en­er­gie auf der Erde an und dadurch ist die Tem­pe­ra­tur der Erde bis 2020 um 1,2 °C gestie­gen. Bis zum Jahr 2600 wird es um wei­te­re 2,5 bis 3 °C wärmer.

„Wir haben also einen zusätz­li­chen sola­ren Zyklus gefun­den, der durch SIM (Solar Iner­ti­al Moti­on) ver­ur­sacht wird und für mehr als 95 Pro­zent des Anstiegs der Erd­tem­pe­ra­tur ver­ant­wort­lich sein kann!“, erklärt Prof. Valen­ti­na Zharkova.

Zwei wich­ti­ge Fak­to­ren beein­flus­sen die Men­ge der Son­nen­en­er­gie, die auf der Erde ankommt.

Wird es also wärmer?

1. Je näher die Erde an der Son­ne ist, des­to mehr Strah­lungs­en­er­gie kommt hier an.
Steht die Son­ne im Schwer­punkt des Son­nen­sys­tems, dann ist die Erde auf ihrer Ellip­sen­bahn Anfang Janu­ar der Son­ne am nächs­ten und Anfang Juli am wei­tes­ten ent­fernt. Ist die Son­ne nicht im Schwer­punkt, ver­än­dern sich die­se Abstände.

Im Janu­ar am nächs­ten und Anfang Juli am wei­tes­ten ent­fernt – das ist kein Schreib­feh­ler. Zu Beden­ken ist dabei noch die Nei­gung der Erd­ach­se. Im Janu­ar steht die Son­ne daher auf der Nord­halb­ku­gel nied­ri­ger am Hori­zont, es ist Win­ter. Die Anzahl der Son­nen­stun­den ist gerin­ger und die Son­nen­strah­len tref­fen vor allem fla­cher auf die Erd­ober­flä­che. Die ein­fal­len­de Ener­gie ver­teilt sich über eine grö­ße­re Fläche.

Die Men­ge der Son­nen­en­er­gie ver­schiebt sich im Jah­res­ver­lauf: Von März bis Juli erhält die Erde viel mehr Ener­gie, zwi­schen Sep­tem­ber und Janu­ar viel weni­ger Ener­gie. Auch die Gesamt­ener­gie im gesam­ten Jah­res­ver­lauf bleibt nicht gleich.

(…)

Verschiebung um einen Monat

(…) Durch die Ver­schie­bung der Son­ne gegen­über dem Bary­zen­trum (Schwer­unkt des Son­nen­sys­tems) wird es künf­tig spä­ter im Jahr wär­mer. Som­mer und Win­ter ver­schie­ben sich um gut einen Monat. Die­ser Trend kann bereits beob­ach­tet wer­den. Spät­frös­te neh­men zu, der Win­ter nimmt im Februar/März erst rich­tig Fahrt auf. Gleich­zei­tig zeigt der Som­mer erst im August/September sei­ne Stärke.

Die Son­nen­ein­strah­lung ist über das Jahr hin­weg nicht kon­stant. In den ers­ten sechs Mona­ten eines Jah­res ist sie beson­ders hoch, die­se Ener­gie wird haupt­säch­lich in den Ozea­nen und der Atmo­sphä­re gespeichert.

„Die Tem­pe­ra­tur wird bis zum Jahr 2100 auf natür­li­che Wei­se um 1,5 °C anstei­gen, wäh­rend das IPCC ver­sucht, den Men­schen ein­zu­re­den, dass dies die Grö­ßen­ord­nung ist, die wir durch Mani­pu­la­tio­nen der CO2-Pro­duk­ti­on errei­chen kön­nen“, erklärt Valen­ti­na Zhar­ko­va zu die­sem Punkt.

Oder wird es kälter?

2. Gleich­zei­tig ist die Son­ne in einen Zyklus sehr gerin­ger Son­nen­fle­cken­ak­ti­vi­tät ein­ge­tre­ten. Wäh­rend eines Mini­mums der Son­nen­ak­ti­vi­tät gibt es nur weni­ge Sonneneruptionen. (…)

Son­nen­fle­cken kön­nen zum Aus­stoß ener­gie­rei­cher Teil­chen füh­ren, die eine enor­me Strah­lung im Rönt­gen- und UV-Bereich ver­ur­sa­chen und gro­ße Men­gen an Teil­chen und Strah­lung in den inter­pla­ne­ta­ren Raum in Rich­tung Erde schleu­dern. Dies sind die Ursa­chen für die Erwär­mung der Pla­ne­ten­at­mo­sphä­ren, die wäh­rend der Spit­zen der Son­nen­ak­ti­vi­tät am größ­ten ist.

„Wir haben 2015 gezeigt, dass die Son­ne von 2020 bis 2053 (oder Zyklus 25–27) in ein gro­ßes Son­nen­mi­ni­mum ein­tre­ten wird, ähn­lich wie das Maun­der-Mini­mum im 17. Jahr­hun­dert“, bestä­tigt Zarkova.

Der Rück­gang der Son­nen­ak­ti­vi­tät und alle damit ver­bun­de­nen gerin­ge­ren Emis­sio­nen, Teil­chen, Wel­len und Aus­wür­fe wer­den zu einem ähn­li­chen Rück­gang der Erd­tem­pe­ra­tur wie im 17. Jahr­hun­dert führen.

Anders gesagt: Beson­ders in den Jah­ren 2030 bis 2045 wird es küh­ler, von 2054 bis 2065 nor­ma­li­siert sich die Tem­pe­ra­tur wieder.

Wie verrechnen sich beide Faktoren miteinander?

In den nächs­ten 32 Jah­ren wird die durch die gerin­ge Son­nen­fle­cken­ak­ti­vi­tät ver­ur­sach­te Abküh­lung über­wie­gen, erwar­tet Valen­ti­na Zharkova.

Die glo­ba­le Erwär­mung durch den ers­ten Fak­tor, die Rota­ti­on um das Bary­sys­tem des Son­nen­sys­tems, wird durch den zwei­ten Fak­tor, das Son­nen­fle­cken­mini­mum, „über­tönt“.

Betrof­fen sind nach ihren Berech­nun­gen vor allem die Jah­re 2030 bis 2045, wir soll­ten uns also mit dem Gedan­ken einer „Mini-Eis­zeit“ ver­traut machen. (…)

Die For­schun­gen deu­ten dar­auf hin, dass sich das Kli­ma in den nächs­ten Jah­ren abküh­len wird, ganz ohne Kli­ma­schutz­maß­nah­men. Und ganz unab­hän­gig davon, wel­che Kopf­stän­de die Mensch­heit macht. 

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