Erfolgsfaktor Spezialwissen

EuleEine zen­tra­le Vor­aus­set­zung für dau­er­haf­ten beruf­li­chen Erfolg als Selbst­stän­di­ger ist das Vor­han­den­sein von Spe­zi­al­wis­sen, also von Wis­sen oder Kön­nen, das im Berufs­um­feld sonst nie­mand bie­ten kann. Wer am Markt über sol­ches ver­fügt, hat einen deut­li­chen Wett­be­werbs­vor­teil. Der besteht dar­in, dass er in Lauf der Zeit nicht mehr um Kun­den zu wer­ben braucht, weil die Kun­den von sich aus zu ihm kom­men. Vor­aus­ge­setzt natür­lich, dass sein Spe­zi­al­wis­sen in einem ent­spre­chen­den poten­zi­el­len Kun­den­kreis auch bekannt ist. Wor­in aber kenn­zeich­net sich sol­ches Spe­zi­al­wis­sen und wie kommt man dazu?

Fest­zu­hal­ten ist, dass der Erwerb von Spe­zi­al­wis­sen, das wir hier dis­ku­tie­ren, sehr viel mit der Per­sön­lich­keit und ihrer Ent­wick­lung und Ent­fal­tung zu tun hat. Der Impuls kommt von innen, nicht von außen. Er resul­tiert also nicht dar­aus oder ist auch nicht vor­der­grün­dig dar­auf gerich­tet, eine mög­lichst lukra­ti­ve Nische am Markt zu fin­den. Obwohl natür­lich der Ein­satz von Spe­zi­al­wis­sen zum Grün­den und Beset­zen einer sol­chen Markt­ni­sche füh­ren kann. Der Begriff Spe­zi­al­wis­sen, wie er hier in sei­ner Bedeu­tung gebraucht wird, setzt wie erwähnt anders, viel tie­fer und daher wir­kungs­vol­ler an.

Gedan­ken eines erfolg­rei­chen Inves­tors und Start-Up-Förderers

Der Denk­an­stoß zur Beschäf­ti­gung mit dem The­ma grün­det in ver­schie­de­nen Aus­sa­gen, die der indisch-stäm­mi­gen US-ame­ri­ka­ni­schen Inves­tor Naval Ravi­kant in sei­nem Twit­ter-Blog getrof­fen hat. Navi­kant hat selbst zahl­rei­che Unter­neh­men ins­be­son­de­re im Sili­con Val­ley oder in des­sen Umfeld gegrün­det und ist heu­te einer der bekann­tes­ten Anstoß­ge­ber für Start-Ups, haupt­säch­lich in tech­ni­schen Fachgebieten.

Dan­kens­wer­ter­wei­se hat der Autor Eric Jor­gen­son es unter­nom­men, die­se Aus­sa­gen in sei­nem soeben erschie­ne­nen Buch “The Alma­nack of Naval Ravi­kant“ zu erfas­sen und struk­tu­riert wie­der­zu­ge­ben. Die nach­fol­gen­den Gedan­ken ent­stam­men den Aus­füh­run­gen des Buches:

-       Wapp­ne dich mit Sonderwissen!

-       Zum Erwerb von Son­der­wis­sen gibt es kei­ne Aus­bil­dung. Wenn dich die Gesell­schaft aus­bil­den kann, dann kann sie das genau­so mit jeman­dem ande­ren tun und dich ersetzen.

-       Son­der­wis­sen fin­det man nur dadurch, dass man sei­ner urei­gens­ten, ech­ten Neu­gier und der eige­nen Lei­den­schaft folgt und nicht dem, was gera­de „in“ ist.

-       Spe­zi­al­wis­sen die­ser Art ist eine eigen­ar­ti­ge Kom­bi­na­ti­on aus ein­zig­ar­ti­gen Spu­ren der DNA, des ein­zig­ar­ti­gen Auf­wach­sens und dei­ner Reak­ti­on dar­auf. Es ist bei­na­he in dei­ne Per­sön­lich­keit und Iden­ti­tät „hin­ein­ge­ba­cken“. Spä­ter kannst du es verfeinern.

-       Wenn man sich Son­der­wis­sen erwirbt und auf­baut, fühlt sich das wie Spiel an, wird von ande­ren aber als Arbeit gesehen.

-       Fin­de her­aus, was du als Kind oder Teen­ager ger­ne und bei­na­he mühe­los getan hast. Etwas, was du gar nicht als Fähig­keit wahr­ge­nom­men hast, aber die Leu­te um dich her­um haben es wahr­ge­nom­men. Eltern oder Freun­de wür­den es wissen.

-       Wenn man Son­der­wis­sen erwer­ben kann, dann höchs­tens durch Leh­re bei jeman­dem ande­ren, nie­mals aber auf Schu­len oder Uni­ver­si­tä­ten. Anders gesagt: Man kann es nicht unter­rich­ten, aber man kann es lernen.

-       Spe­zi­al­wis­sen kann sehr oft tech­ni­scher oder krea­ti­ver Natur sein. Es kann nicht auto­ma­ti­siert oder aus­ge­la­gert werden.

-       Ent­flie­he dem Wett­be­werb dadurch, dass du authen­tisch bist. In den Wett­be­werb kommt man nur, wenn man ande­re kopiert. Wenn man ver­sucht, das­sel­be zu tun.

-       Wenn du von Grund auf etwas auf­baust und ver­mark­test, was eine Erwei­te­rung des­sen ist, wer du bist, also authen­tisch bist, kann nie­mand mit dir in den Wett­be­werb treten.

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