Wissen verwerten

·

·

,
Wissen

Zwei Kol­le­gen aus dem Fach­ge­biet der Gebäu­de­tech­nik und zugleich sehr lie­be Freun­de sit­zen bei mir im Büro. Sie haben in ihrer lang­jäh­ri­gen Berufs­er­fah­rung umfang­rei­ches Wis­sen und jede Men­ge Erfah­rung ange­sam­melt. Auch in eini­gen Jah­ren des Ruhe­stands sind sie nicht untä­tig geblie­ben. Span­nen­de Ideen führ­ten zu einem neu­ar­ti­gen Heiz­sys­tem, das mitt­ler­wei­le markt­reif ist. Es bringt Vor­tei­le hoher Behag­lich­keit, gerin­ger Betriebs­kos­ten und zugleich gerin­ger Anschaf­fungs­kos­ten. Ein­zi­ges (und ewi­ges) Pro­blem der Hei­zungs­bran­che: Sie ist trotz bes­ter Erfolgs­aus­sich­ten nur mäßig inter­es­siert. Was tun?

Inno­va­tio­nen ent­ste­hen, indem sich bril­lan­te und nutz­brin­gen­de Ideen auf dem Markt durch­set­zen. Das ist den bei­den Freun­den bewusst. Es ist nicht nur das in vie­len Stun­den mit Pro­bie­ren, Feh­ler­su­chen und Ver­bes­sern her­ge­stell­te fer­ti­ge Pro­dukt, auf das es ankommt. Es ist auch nicht die Zahl an Vor­tei­len, die eine neue Sache für künf­ti­ge Käu­fer, Anwen­der oder Geschäfts­leu­te inter­es­sant macht. Und auch nicht der Ein­satz von genug Kapi­tal, der zum Erfolg führt. Alle die­se und ande­re Fak­to­ren spie­len eine Rol­le, aber ob sich Hoff­nun­gen letzt­lich erfül­len, ist im Vor­hin­ein prak­tisch nicht abseh­bar oder gar planbar.

Die Hoff­nung auf Umset­zung ist da

Was bleibt, ist die Hoff­nung, dass das Pro­dukt irgend­wann doch von Erzeu­gung über Ver­trieb sei­nen Weg bis zum Kun­den fin­det. Wenn die­se Hoff­nung nie erfüllt wird, wer­den die Freun­de das auch akzep­tie­ren, haben aber nicht vor, eben­die­se Hoff­nung vor­schnell auf­zu­ge­ben. Sie wol­len auch nicht taten­los her­um­sit­zen. Bis zu einem Durch­bruch kann es eini­ge Zeit dau­ern, also gilt es, das sich bie­ten­de Zeit­fens­ter gut zu nut­zen. Immer­hin konn­ten sie bis­her allen Wid­rig­kei­ten zum Trotz eini­ge Pro­jek­te mit ihren Pro­dukt­ideen rea­li­sie­ren, die alle Erwar­tun­gen erfüllt und sogar über­trof­fen haben.

Eine umfas­sen­de Dar­stel­lung fehlt

Was aber fehlt, ist eine umfas­sen­de Dar­stel­lung des neu­en Sys­tems. Es gibt noch kei­ne Zusam­men­stel­lung des erwor­be­nen Wis­sens, der Erfah­run­gen und der Ergeb­nis­se von Ver­su­chen, Berech­nun­gen und Erkennt­nis­se. Zwar sind da Pro­spek­te, Plä­ne, Ange­bots­un­ter­la­gen, Beschrei­bun­gen, Berech­nun­gen, Mus­ter­stü­cke von Kom­po­nen­ten und vie­les ande­re mehr. Aber es exis­tiert kei­ne über­sicht­li­che Doku­men­ta­ti­on des gesam­ten Sys­tems. Als ers­tes Ergeb­nis aus­führ­li­cher Über­le­gun­gen wer­den sie jetzt damit begin­nen, all ihr erwor­be­nes Wis­sen zusammenzutragen.

Ers­ter Schritt: Sam­meln vor­han­de­ner Unterlagen

Die Freun­de sind sich dar­über einig, dass sie – auch auf­grund ihres Alters – nicht selbst den Auf­bau des Ver­triebs­sys­tems über­neh­men wol­len. Das wäre zwar durch­aus mög­lich, aber wäre wohl bes­ser in Hän­den Jün­ge­rer. Sie sind ande­rer­seits sehr wohl in der Lage und auch wil­lens, einen mög­li­chen Inter­es­sen­ten über eini­ge Jah­re mit ihrem prak­ti­schen Know­how zu unter­stüt­zen. Für den genann­ten Inter­es­sen­ten wäre eine Doku­men­ta­ti­on des Sys­tems erfor­der­lich, eine Unter­la­ge, die das gesam­mel­te Wis­sen der Freun­de beinhal­tet. Also genau jene Doku­men­ta­ti­on, die sie ohne­hin erstel­len wollen.

Tages­rou­ti­nen schaffen

Die wei­te­ren Schrit­te nach dem Sam­meln – Sich­ten, Ord­nen und Ergän­zen – wer­den vor­erst bewusst zurück­ge­stellt. Damit das Vor­ha­ben tat­säch­lich in Fahrt kommt, wird jeder der bei­den werk­täg­lich einen fes­ten Zeit­punkt und Zeit­raum (min­des­tens eine Stun­de) fest­le­gen, der der Sam­mel­ar­beit gewid­met ist. Mit Sicher­heit wer­den dabei wie­der unter­schied­lichs­te Ideen und Ein­fäl­le kom­men, die­se sol­len genau notiert, aber vor­erst noch nicht wei­ter­ver­folgt wer­den. Ers­te und vor­ran­gi­ge Beschäf­ti­gung muss das Sam­meln der vor­han­de­nen Unter­la­gen, Mus­ter­stü­cke, Pro­to­ty­pen, etc. bleiben.

Freud­vol­ler Ausblick

Die gan­ze Sache ist damit ins Rol­len gekom­men, die Freun­de stel­len fest, dass die Arbeit an der zu schaf­fen­de Doku­men­ta­ti­on ihnen viel Arbeit, aber auch Freu­de berei­ten wird. Sie sind sich im Kla­ren, dass die­se Doku­men­ta­ti­on einen beträcht­li­chen Markt­wert haben kann. In die­sem Blog wol­len wir sie über die nächs­ten Mona­te beglei­ten und in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den über den Sta­tus sowie über Erleb­nis­se und Erfah­run­gen berich­ten. Damit sol­len auch alle jene ermu­tigt wer­den, die inno­va­ti­ve Ideen haben, die­se eben­falls wei­ter­zu­ver­fol­gen und dranzubleiben.

—

Weitere Beiträge

Kategorien

Suche

Archiv

Stichwörter