Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #22: Autorität

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Autorität

Der Begriff ist zwar spä­tes­tens seit den 68ern unpo­pu­lär, den­noch behaup­te ich mal sehr kühn, dass wir uns alle im Grun­de unse­res Her­zen nach Auto­ri­tät seh­nen. Gemeint ist die­se Aus­sa­ge in dem Sinn, dass wir nach Men­schen Aus­schau hal­ten, die Auto­ri­tä­ten sind. Men­schen, die uns wegen ihrer fach­li­chen, aber auch sozia­len und per­sön­li­chen Fes­tig­keit eine Stüt­ze sind und auf die wir ger­ne zukom­men, beson­ders natür­lich dann, wenn wir Hil­fe brau­chen. Von Frei­be­ruf­lern  muss man erwar­ten kön­nen, dass sie dazu­ge­hö­ren. Fragt sich nur, was  Auto­ri­tät aus­macht und wor­an man sie erken­nen kann. Eine Spurensuche.

Vor­erst eine Klar­stel­lung: Auto­ri­tät kann man haben (oder von jeman­dem über­tra­gen bekom­men) und Auto­ri­tät kann man sein. Hier dreht sich alles um letz­te­res. Aus mei­ner Beob­ach­tung her­aus sei auf eini­ge Eigen­hei­ten ein­ge­gan­gen, die für Auto­ri­tät wesent­lich erscheinen.

Selbst­si­cher­heit

Eine Grund­vor­aus­set­zung für eine Per­son mit Auto­ri­tät scheint dar­in zu lie­gen, dass sie sich selbst in ihren Stär­ken und Schwä­chen rich­tig ein­schät­zen kann. Sie freut sich über Aner­ken­nung, ruht aber in sich selbst und ist auf Bestä­ti­gun­gen von außen nicht ange­wie­sen. Zu mensch­li­cher Rei­fe gehört die Bereit­wil­lig­keit, sich kon­struk­ti­ver Kri­tik ger­ne zu stel­len und sich weiterzuentwickeln.

Brei­te Wis­sens- und Erfahrungsbasis

Wer aus einer brei­ten Basis an Wis­sen und Erfah­rung schöp­fen kann, muss auch stän­dig bereit sein, dazu zu ler­nen und nach vor­ne zu bli­cken. Die Bereit­schaft, ande­re am eige­nen Wis­sen teil­ha­ben zu las­sen, gehört dazu. Auch das Bewusst­sein an Ver­ant­wor­tung, die ein gro­ßer Wis­sens- und Erfah­rungs­vor­sprung mit sich bringt, wenn es dar­um geht, ande­re vor Feh­lern zu bewahren.

Zurück­hal­tung

Wah­re Auto­ri­tät drängt sich nie in den Vor­der­grund, son­dern über­lässt ger­ne ande­ren das „Spiel­feld“. Auto­ri­tät drängt sich nie auf, sie weiß, dass sie geholt wird, wenn sie gebraucht wird. Men­schen mit Auto­ri­tät suchen und fin­den die Beschäf­ti­gung, die ihnen liegt und in der sie Meis­ter­schaft ent­wi­ckeln kön­nen. Fel­der außer­halb über­las­sen sie ger­ne anderen.

Opti­mis­mus und Ermutigung

Men­schen mit Auto­ri­tät sind offen für die Anlie­gen ande­rer Men­schen, sind zugäng­lich und in ihrer Grund­hal­tung opti­mis­tisch. Sie sind eher dazu geneigt, das Poten­ti­al in ande­ren Zeit­ge­nos­sen zu sehen und ermu­ti­gen sie, Fähig­kei­ten zu ent­de­cken und zu ent­wi­ckeln. Men­schen mit Auto­ri­tät wer­den durch­aus kri­ti­sie­ren, nie­mals aber jeman­den heruntermachen.

Cha­rak­ter

Men­schen mit Auto­ri­tät zeich­nen sich viel­leicht auf den ers­ten Blick nicht als star­ke Per­sön­lich­kei­ten aus. Ent­schei­dend ist für sie im Auf­bau einer Bezie­hung nicht der ers­te Ein­druck und der rasche Nut­zen, son­dern das, was für eine lang­fris­ti­ge Part­ner­schaft wich­tig ist. Dazu gehört auch die Bereit­schaft zu geben, ohne auf eine Gegen­leis­tung zu hoffen.

So, das waren eini­ge Anmer­kun­gen zum The­ma Auto­ri­tät, genau­er gesagt: Men­schen mit Auto­ri­tät. Über Ihre Mei­nung dazu wür­de ich mich freuen.

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