Aus der SV-Praxis: Richtiges Agieren bei Befundaufnahmen

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Befund­auf­nah­men gehö­ren gewis­ser­ma­ßen zum täg­li­chen Brot eines Sach­ver­stän­di­gen und waren auch schon The­ma frü­he­rer Blog­bei­trä­ge. Dabei ging es in ers­ter Linie um die Fra­ge, was anläss­lich von Orts­ter­mi­nen zu tun ist. Dies­mal soll aber eher von atmo­sphä­ri­schen Din­gen die Rede sein, also davon, wie ein der­ar­ti­ger Anlass ablau­fen soll, damit er letzt­lich zu einem Erfolg für alle Betei­lig­ten wer­den kann. Im Mit­tel­punkt steht natur­ge­mäß der Sach­ver­stän­di­ge selbst, ist er doch der Haupt­ver­ant­wort­li­che dafür, dass das „Kli­ma“ stimmt und das Ereig­nis in die rich­ti­ge Rich­tung läuft.

Die fol­gen­den Zei­len fußen auf Erfah­run­gen aus sehr vie­len ent­spre­chen­den Anläs­sen unter­schied­lichs­ter Art. An den Sach­ver­stän­di­gen stel­len sich mei­nes Erach­tens beson­ders die drei fol­gen­den Anfor­de­run­gen, die sich sehr posi­tiv auf sei­ne sozia­le Kom­pe­tenz auswirken:

Selbst­si­cher­heit

Sie ist ein­fach eine ent­schei­dend wich­ti­ge Grund­la­ge für alles erfolg­rei­che Agie­ren. Dazu gehö­ren auch eine halb­wegs rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung der eige­nen Stär­ken und Schwä­chen und der größt­mög­li­che Ver­zicht auf per­sön­li­che Eitel­kei­ten. Wer in sich ruhen kann und sich nicht wich­tig neh­men muss, um sich durch­set­zen zu kön­nen, ist immer im Vor­teil. Aus all die­sen Eigen­hei­ten resul­tiert letzt­lich eine natür­li­che Auto­ri­tät, die auf ande­re beru­hi­gend und ver­trau­ens­er­we­ckend wirkt, was wie­der­um effi­zi­en­tes Han­deln ermög­licht. Ein gutes Maß an Humor und Locker­heit tut noch eini­ges dazu.

Gelas­sen­heit

Auch wenn wir Tech­ni­ker bei Befund­auf­nah­men mit der Klä­rung tech­ni­scher Gege­ben­hei­ten beschäf­tigt sind, dür­fen wir eines nicht ver­ges­sen: Wir haben es mit Men­schen zu tun, die nicht nur ihre Pro­ble­me und Span­nun­gen, ihre Erwar­tun­gen und Ängs­te, son­dern auch ihre per­sön­li­chen Eigen­hei­ten mit­brin­gen. Außer­dem wol­len Par­tei­en und mehr noch deren Ver­tre­ter mit ihren Anlie­gen wahr­ge­nom­men wer­den, was zu Dis­kus­sio­nen und ver­ba­len Ran­ge­lei­en unter Anwe­sen­den füh­ren kann. Der Sach­ver­stän­di­ge ist dann im Vor­teil, wenn er aus sei­ner Ruhe her­aus durch­aus reso­lut ein­grei­fen, aber dabei freund­lich und gelas­sen blei­ben kann.

Ach­tung und Respekt

Was auch unter Stress nicht zu kurz kom­men darf, ist die Ach­tung der Per­son, egal aus wel­chem sozia­len Umfeld sie kommt und unbe­scha­det ihres Stan­des und ihrer momen­ta­nen Wich­tig­keit. Jeder Mensch ver­dient sich Respekt und Auf­merk­sam­keit, wenn er Fak­ten aus sei­ner Sicht vor­bringt. Zwar führt ein Sach­ver­stän­di­ger kei­ne Ein­ver­nah­men durch, den­noch wer­den ihm Infor­ma­tio­nen mit­ge­teilt oder Sach­ver­hal­te geschil­dert, die er ohne Vor­ur­tei­le mit gebo­te­ner Auf­merk­sam­keit zur Kennt­nis neh­men wird, unab­hän­gig davon, für wie wert­voll sie sich letzt­end­lich herausstellen.

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