Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #17: Spitzenleistung

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Wohl jeder Selb­stän­di­ge oder Frei­be­ruf­ler wird anstre­ben, dau­er­haft Spit­zen­leis­tun­gen zu lie­fern. Schei­nen sie doch die bes­te Vor­aus­set­zung für Wei­ter­emp­feh­lun­gen und damit für einen ste­ten Zustrom an Kun­den oder Kli­en­ten. Wie aber schafft man sol­che Leis­tun­gen auf regel­mä­ßi­ger Basis? Rei­chen dazu enga­gier­tes Bemü­hen und har­te Arbeit? Eher nicht, sagt uns die Erfah­rung. Oder ist allein der rich­ti­ge Kun­den­kreis aus­schlag­ge­bend? Wohl auch nicht, wie wir wis­sen. Wel­che Fak­to­ren sind denn dann ent­schei­dend? Ansät­ze dazu fin­den sich in alt­be­kann­ten und soli­den Forschungsarbeiten …

… auf die viel­leicht heut­zu­ta­ge zu sel­ten zurück­ge­grif­fen wird. In die­sem Fall mei­ne ich den Klas­si­ker „Der Weg zu den Bes­ten“ von Jim Coll­ins, der schon vor über zehn Jah­ren erschie­nen ist und auch heu­te noch zu den meist­ge­le­se­nen Wer­ken der Manage­ment­li­te­ra­tur gehört.

Zwar bezie­hen sich die Ergeb­nis­se der Arbei­ten auf gro­ße und inter­na­tio­nal täti­ge Unter­neh­men, aber vie­le Erkennt­nis­se und Schluss­fol­ge­run­gen sind eben­so für Kleinst­un­ter­neh­men und Ein­zel­per­so­nen anwend­bar. Eines davon bezeich­net Coll­ins als das „Igel­prin­zip“.

Grund­la­ge für Spitzenleistungen

Der Weg vom Guten zum Bes­ten braucht Zeit, Spit­zen­leis­tun­gen ent­ste­hen nicht über Nacht. Beharr­lich­keit und Bestän­dig­keit sind Vor­aus­set­zung. Der Igel dient als Sinn­bild dafür, dass es gilt, die­sen Weg gemach, aber unbe­irr­bar zu gehen. Dazu gebraucht Coll­ins ein Modell aus drei sich über­schnei­den­den Krei­sen, von denen jeder ein unbe­dingt erfor­der­li­ches Ele­ment einer Spit­zen­leis­tung ver­sinn­bild­licht, näm­lich: Lei­den­schaft, Fähig­keit und Marktbedarf.

Igel-Prinzip 2

Rezept für nach­hal­ti­gen Erfolg

Die drei Ele­men­te, die in Kom­bi­na­ti­on die Vor­aus­set­zung  für Spit­zen­leis­tun­gen bil­den, sei­en nach­ste­hend kurz erläutert.

Lei­den­schaft:

Wir kön­nen nur dort Spit­zen­leis­tung brin­gen, wo wir unse­re Bega­bun­gen, Talen­te und Stär­ken voll ein­set­zen und aus­le­ben kön­nen und dort, wo die­se im Ein­klang mit unse­ren Visio­nen einer wün­schens­wer­ten Zukunft stehen.

Fähig­kei­ten:

Es geht hier nicht dar­um, her­aus­zu­fin­den, wor­in ich der Bes­te sein will, son­dern wor­in ich es sein kann. Um das zu ergrün­den, braucht es eine nüch­ter­ne Betrach­tung der vor­han­de­nen Kom­pe­ten­zen. Es gilt auch klar abzu­gren­zen, wor­in man nicht der bes­te sein kann.

Markt­be­darf:

Unser bes­tes Leis­tungs­an­ge­bot bleibt sinn­los, solan­ge dafür kei­ne Nach­fra­ge besteht. Es gilt, ein tief­ge­hen­des Ver­ständ­nis für die Mecha­nis­men des eige­nen Wirt­schafts­sek­tors zu erlan­gen und die wah­ren Bedürf­nis­se des Kun­de­krei­ses auf bes­te Wei­se zu bedienen.

Der opti­ma­le Punkt

Unser Akti­ons­feld hat einen Punkt, an dem wir anset­zen müs­sen: die zen­tra­le Flä­che, in der sich alle drei Krei­se über­schnei­den. In die­ser Zone kön­nen wir hohe Zie­le set­zen, hier haben wir Aus­sicht auf Erfolg durch ein­zig­ar­ti­ge Spit­zen­leis­tung. Für Mit­be­wer­ber ist es sehr schwie­rig, in die­se unse­re urei­ge­ne Welt zu folgen.

Igel-Prinzip

Aber Vor­sicht!

Nicht über­se­hen wer­den darf in alle­dem, dass der Pro­zess der Fin­dung unse­rer Spit­zen­leis­tung nicht sta­tisch ist: Nicht nur unser Umfeld ändert sich, son­dern auch wir selbst ändern uns. Daher ist Wach­sam­keit erfor­der­lich, um am Puls der Zeit und damit auf Erfolgs­schie­ne zu bleiben.

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