Wie wird man bekannt?

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Lang­fris­ti­ger beruf­li­cher Erfolg für Selb­stän­di­ge setzt vor­aus, dass sie in Krei­sen aktu­el­ler oder poten­ti­el­ler Kun­den und Kli­en­ten bekannt wer­den und dau­er­haft blei­ben. Denn auch hier gilt: „Aus den Augen –  aus dem Sinn.“ Klar­ge­stellt sei vor­ab: Uns inter­es­siert hier nicht, wie man in den Augen der Beob­ach­ter rasch irgend­ei­nen flüch­ti­gen „Promi“-Status erklim­men kann. Nein, es geht ganz nüch­tern um die Suche nach jenen Fak­to­ren, die einem beruf­li­chen Fort­kom­men dien­lich sind, weil sie uns ins Gespräch brin­gen und uns im Bewusst­sein unse­rer Ziel­grup­pen hal­ten. Also, wie wird und wie bleibt man bekannt?

Dass die­se Suche auch das Feld berührt, das man gemein­hin als „Mar­ke­ting“ bezeich­net, soll uns Recht sein, und dage­gen, dass stei­gen­de Bekannt­heit mit „Mar­ken­bil­dung“ ein­her­geht, ist auch nichts ein­zu­wen­den, weil wir ja davon aus­ge­hen, dass über unse­re Per­son und Arbeit ein posi­ti­ves Bild gezeich­net wer­den kann.

Eine Anmer­kung sei noch vor­aus­ge­schickt: Die sehr per­sön­li­che Aus­wahl von Fak­to­ren wird kla­rer­wei­se für die Leser nicht in allen Punk­ten zutref­fend und für man­che nicht voll­stän­dig sein. Für Ergän­zungs­hin­wei­se bin ich dankbar!

Hier die Liste:

Mund­pro­pa­gan­da

Nichts ist so macht­voll wie die spon­ta­ne Emp­feh­lung eines Kun­den an ande­re poten­ti­el­le Auf­trag­ge­ber, weil sie glaub­haft und daher beson­ders wirk­sam ist. Dass setzt natür­lich vor­aus, dass zuvor aus­ge­zeich­ne­te Arbeit gelie­fert wurde.

Netz­wer­ke

Eige­ne Bezie­hungs­netz­wer­ke auf per­sön­li­cher Ebe­ne sind natür­li­che Bekannt­heits­brin­ger. Wich­tig ist hier wohl immer die pro­ak­ti­ve Rol­le, indem man auf ande­re zugeht, sowie die Bereit­schaft, Vor­leis­tun­gen zu erbringen.

Web­auf­trit­te

Mit ziem­li­cher Sicher­heit nut­zen wir die uns gebo­te­nen Mög­lich­kei­ten nicht oder zu wenig aus. Sta­ti­sche Sei­ten allein soll­ten nicht das Ende unse­rer Bemü­hun­gen sein, ver­langt wird heu­te, dass eine Sei­te „lebt“ und den Besu­cher mit einbindet.

Refe­ren­zen

Sie bil­den eine Grund­la­ge für Ver­trau­ens­auf­bau und sind Vor­aus­set­zung für die gute Mund­pro­pa­gan­da. Sie soll­ten aktu­ell und leicht nach­prüf­bar sein. Beson­ders wert­voll: Begeis­ter­te Kunden.

Inter­views in Zei­tun­gen und Zeitschriften

Dazu muss man natür­lich ein­ge­la­den wer­den oder man mel­det sich, weil man etwas zu sagen hat. Damit kön­nen wir nicht nur unse­re Arbeit prä­sen­tie­ren, son­dern auch unse­re Bot­schaf­ten, Anlie­gen und Mei­nun­gen transportieren.

Vor­trä­ge und Seminare

Wis­sen und Erfah­run­gen wei­ter­ge­ben ist eine schö­ne Sache, weil man damit im Gedächt­nis ande­rer bleibt, bringt aber auch viel Ver­ant­wor­tung mit sich. Wun­der­ba­re Mög­lich­keit, Nut­zen zu stif­ten, weil geteil­tes Wis­sen nicht weni­ger wird, son­dern sich ver­mehrt und so auch dem Vor­tra­gen­den neue Erkennt­nis­se bringt.

Publi­ka­tio­nen

Es muss ja nicht gleich ein Buch sein, bereits ein klei­ner Zei­tungs­ar­ti­kel kann schon für erheb­li­chen Gesprächs­stoff sor­gen. Das geschrie­be­ne Wort hat Gewicht. Außer­dem gilt: „Wer schreibt, der bleibt.“

Mit­glied­schaf­ten in Berufsorganisationen

Jeder in der Wirt­schaft Täti­ge ist hier­zu­lan­de gezwun­ge­ner­ma­ßen Mit­glied einer Kam­mer. Im Rah­men sol­cher Orga­ni­sa­tio­nen, etwa im Rah­men von Ver­an­stal­tun­gen, las­sen sich leich­ter als anders­wo Gleich­ge­sinn­te und viel­leicht auch mög­li­che Part­ner finden.

Part­ner­schaf­ten

Wenn die Zusam­men­ar­beit mit Part­nern erfolg­reich war, wird sie höchst­wahr­schein­lich bei nächs­ter sich bie­ten­der Gele­gen­heit fort­ge­setzt. Sol­che Part­ner­schaf­ten kön­nen kom­ple­men­tär ergän­zend oder aber auch kapa­zi­tiv erwei­ternd gestal­tet sein.

TV-Auf­trit­te

Bie­ten natür­lich ein beson­ders ein­präg­sa­mes Forum für die Eigen­prä­sen­ta­ti­on und für die  Wei­ter­ga­be von Bot­schaf­ten. Beson­ders vor­teil­haft, wenn man sich damit einem wei­ten Kreis als Exper­te prä­sen­tie­ren kann.

Emp­feh­lung Dritter

Eine sol­che kann ein frü­he­rer Pro­jekt­part­ner gegen­über sei­nem Auf­trag­ge­ber abge­ben, wenn er sei­nen bis­her gut abge­stimm­ten Part­ner auch beim neu­en Pro­jekt dabei­ha­ben will. Wie die Mund­pro­pa­gan­da sind auch sol­che Emp­feh­lun­gen sehr wertvoll.

Ehren­amt

Beson­ders bie­ten sich dafür Berufs­ver­bän­de an, weil dadurch Bezie­hun­gen auf­ge­baut wur­den und Gele­gen­hei­ten ent­ste­hen, einem grö­ße­ren Kreis bekannt zu wer­den. Der Zeit­auf­wand für sol­che Ämter kann aber beträcht­lich sein.

Bezahl­te Werbung

Scheint eher von begrenz­tem Wert, ist aber beson­ders im enge­ren regio­na­len Bereich manch­mal nicht zu ver­mei­den. Dann aber soll­te sie pro­fes­sio­nell gemacht sein. Län­ge­re Kam­pa­gnen wer­den etwa für einen Frei­be­ruf­ler finan­zi­ell nicht leist­bar sein.

Pro­jekt­be­rich­te in Fachzeitschriften

Sind eine gute Mög­lich­keit, wei­te­ren Krei­sen Bei­spie­le der eige­nen Fach­kom­pe­tenz zu prä­sen­tie­ren. Sol­che Berich­te haben nicht nur bekanntheits‑, son­dern auch einen gro­ßen ver­trau­ens­bil­den­den Effekt.

Sozia­le Netzwerke

Last, but not least. Haben natür­lich zuneh­men­de Bedeu­tung, Face­book, Xing etc. wol­len aber mit Bedacht ein­ge­setzt und in den eige­nen Web­auf­tritt inte­griert wer­den. Stoff für einen stän­di­gen und span­nen­den Lernprozess.

Soweit mei­ne Liste.

Haben sie Anmer­kun­gen und Ergän­zun­gen? Bit­te nut­zen sie die Kom­men­tar­funk­ti­on oder schrei­ben Sie mir ein Mail!

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