Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #13: Produktivität entfesseln

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Ballon

Für einen Frei­be­ruf­ler ist es eine schlich­te Über­le­bens­fra­ge, dass er aus­rei­chend pro­duk­tiv agiert. Dass dazu dis­zi­pli­nier­te Arbeit erfor­der­lich ist, scheint klar. Aller­dings ist ein noch so enga­gier­ter Arbeits­ein­satz für sich gese­hen erst dann sinn­voll, wenn dadurch „Pro­duk­te“ ent­ste­hen, die für einen Auf­trag­ge­ber hand­fes­ten Wert besit­zen, der finan­zi­ell hono­riert wird. Wobei wir hier die Ergeb­nis­se von Dienst­leis­tun­gen im Auge haben wie etwa Pla­nun­gen, Kon­zep­te, Gut­ach­ten, Berich­te etc. Wel­che Fak­to­ren erhö­hen per­sön­li­che Pro­duk­ti­vi­tät? Eine sehr sub­jek­ti­ve Spu­ren­su­che im per­sön­li­chen Erfahrungsschatz.

Die Dar­stel­lung der hier genann­ten Fak­to­ren und Aspek­te stellt kei­ne Prio­ri­tä­ten­rei­hung dar, auch erhebt die Lis­te kei­ner­lei Ansprü­che auf Voll­stän­dig­keit und wahr­schein­lich wird nicht jeder Punkt für jeden Bedeu­tung haben.

Inter­es­se

Mag banal klin­gen: wenn ich mir Auf­ga­ben oder Auf­trä­ge aus­su­che, die mir fach­lich oder von der Per­sön­lich­keits- und Bega­bungs­struk­tur beson­ders lie­gen, wer­de ich wegen des gestei­ger­ten Inter­es­ses und Enga­ge­ments von Haus aus ziel­ge­rich­te­ter, schnel­ler und effi­zi­en­ter arbei­ten. Unbe­lieb­te Tätig­kei­ten kann ich an jene Part­ner über­ge­ben, die sie mit Freu­de machen.

Kon­zen­tra­ti­on

Mul­ti­tas­king  beherr­sche ich nicht oder nur in sehr gerin­gem Aus­maß. Die Kon­zen­tra­ti­on auf eine ein­zi­ge Arbeit bis zu deren Abschluss und dann erst Beginn der neu­en Arbeit scheint der bes­te Weg zu guter Pro­duk­ti­vi­tät zu sein. Im Büro­all­tag ist das aller­dings oft schwie­rig zu rea­li­sie­ren und das Dran­blei­ben kann eine gewis­se Hart­nä­ckig­keit erfordern.

Zeit­räu­me, Zeitlimits

Arbeit hat ja die Gewohn­heit, den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit­raum qua­si auto­ma­tisch aus­zu­fül­len. Unter einem straf­fen Zeit­kon­zept arbei­te ich rascher und stär­ker ziel­ge­rich­tet. Zu stark darf der Zeit­druck aber auch wie­der nicht sein, um unnö­ti­ge Panik­si­tua­tio­nen zu vermeiden.

Kai­ros-Momen­te nutzen

Wir alle ken­nen die Augen­bli­cke, in denen sich tie­fe Ein­sich­ten auf­tun, die uns in einer Tätig­keit rasch wei­ter­brin­gen kön­nen. Ich habe all­mäh­lich gelernt, in sol­chen Momen­ten unver­züg­lich alles ande­re lie­gen und ste­hen zu las­sen und Erkennt­nis­blit­ze spon­tan schrift­lich fest­zu­hal­ten. Auch hier kann eine Art sanf­ter Ell­bo­gen-Ein­satz erfor­der­lich sein, um das Umfeld auf die Situa­ti­on einzustellen.

Pla­nung

„Who fails to plan, plans to fail“ heißt es. Vor­be­rei­tung von Tätig­kei­ten und Ein­pas­sen der­sel­ben in den Tages­ab­lauf kann enorm viel Zeit in der Durch­füh­rung spa­ren. Dazu gehört viel­leicht auch die Fest­le­gung und Unter­schei­dung von Büro­ta­gen und Tagen für Außer-Haus-Termine.

Durch­set­zung

Ein gewis­ses Durch­set­zungs­ver­mö­gen gegen­über den Ansprü­chen unse­res Arbeits­um­felds ist natür­lich immer not­wen­dig. Oscar Wil­de glaub‘ ich war es, der gemeint hat, dass ver­nünf­ti­ge Men­schen sich ihrer Umwelt anpas­sen, unver­nünf­ti­ge aber ver­su­chen, ihre Umwelt an sich anzu­pas­sen, wes­halb aller Fort­schritt den Unver­nünf­ti­gen zu ver­dan­ken sei.

Stö­rungs­frei­heit

Durch bewuss­te Wahl einer viel­leicht dazu noch inspi­rie­ren­den Umge­bung außer­halb und etwas ent­fernt vom Büro las­sen sich unge­ahn­te Arbeits­pen­sa erle­di­gen, ins­be­son­de­re dann, wenn Krea­ti­vi­tät gefragt ist. Der Zeit­raum für die Ver­fas­sung eines län­ge­ren Arti­kels, der sich beim Schrei­ben so neben­bei auf eine Woche hin­zieht, lässt sich so auf zwei Stun­den ver­kür­zen. Das mit bes­se­rer Qua­li­tät des Ergeb­nis­ses noch dazu.

Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz

Com­pu­ter­ab­sturz und ein hal­ber Tag Arbeit weg, weil die auto­ma­ti­sche Siche­rung als zu ner­vig emp­fun­den wur­de und daher deakt­viert war, darf nicht in Resi­gna­ti­on mün­den. Rasch noch­mals von vorn begin­nen, weil die Erin­ne­rung noch frisch ist. Die neue Fas­sung ist in einem Bruch­teil der Zeit geschrie­ben und viel­leicht sogar noch bes­ser als die ursprüngliche.

Soweit mal aus mei­ner Sicht ein paar Anre­gun­gen, die uns zu pro­duk­ti­ven Höhen­flü­gen ver­hel­fen sollten.

Sie haben Ihre Erfah­run­gen zum The­ma Pro­duk­ti­vi­tät, las­sen Sie uns dar­an teil­ha­ben, schrei­ben Sie mir, Ihre Anmer­kun­gen sind willkommen!

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