Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #8: Netzwerk-Know-How

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Das soge­nann­te Netz­wer­ken ist ein viel­stra­pa­zier­ter Begriff: Man soll­te ja schließ­lich Netz­wer­ker sein, eine Par­ty zum Netz­wer­ken nut­zen, mög­lichst vie­len sozia­len Netz­wer­ken ange­hö­ren etc., etc.  Wie alle Men­schen sind auch Frei­be­ruf­ler in alle erdenk­li­chen Netz­wer­ke ein­ge­bun­den, viel­leicht sogar vor­wie­gend in sol­che, die dem beruf­li­chen Fort­kom­men för­der­lich sind. Doch dar­um geht es hier nur am Ran­de. The­ma heu­te ist der Arbeits­stil eines Frei­be­ruf­lers: auch der bes­te sozia­le Netz­wer­ker kann sich in sei­nem Beruf als tra­di­tio­nel­ler Ein­zel­kämp­fer erwei­sen, was für sich gese­hen nicht von Nach­teil sein muss …

… wenn bestimm­te  Vor­aus­set­zun­gen gege­ben sind.

Wann ist ein Ein­zel­kämp­fer im Vorteil?

Dann, wenn er sich durch sei­ne indi­vi­du­el­len Fähig­kei­ten der­art aus­zeich­net, dass er damit ein­zig­ar­tig ist und wegen die­ser Eigen­schaf­ten am Markt über­le­gen auf­tre­ten kann. Geht er noch dazu ziel­stre­big und mit gan­zer Ener­gie vor, kann er sich dadurch einen ent­schei­den­den Wett­be­werbs­vor­teil in sei­nem Markt schaf­fen. Im Nor­mal­fall wird man die­se Gege­ben­hei­ten zum Bei­spiel in jeman­dem fin­den, der hohe wis­sen­schaft­li­che oder beruf­li­che Leis­tun­gen erbracht hat, der hohes sozia­les Anse­hen genießt oder aber im eher zwei­fel­haf­ten Sinn jemand, der es ver­steht, sich in das rech­te Ram­pen­licht zu setzen.

Was macht den Vor­teil des Netz­wer­kers aus?

Der Netz­wer­ker sieht sich hin­ge­gen als Teil eines Gan­zen, als Teil eines Net­zes von Bezie­hun­gen nicht nur mit  Kun­den, son­dern auch mit Part­nern und ande­ren Akteu­ren, die aus der sozia­len Ein­be­zie­hung in das Netz gemein­sam Vor­tei­le gewin­nen. Dabei kann es sich durch­aus auch um Mit­be­wer­ber han­deln, die zeit­wei­lig eben als Part­ner agie­ren, was natür­lich auf bei­den Sei­ten ent­spre­chen­de mensch­li­che Rei­fe vor­aus­setzt. Der Vor­teil, den der Netz­wer­ker hat, besteht in den Per­so­nen, die sein Fach­ge­biet ergän­zen oder an die­ses wie ein Puz­zle­teil anschlie­ßen. Gemein­sam mit die­sen „Kom­ple­men­to­ren“ las­sen sich höher­wer­ti­ge inte­grier­te Leis­tun­gen mit hohem Kun­den­nut­zen erbrin­gen, die dem Ein­zel­kämp­fer ver­wehrt bleiben.

Netz­werk-Know-How

Die erfolg­rei­che Teil­nah­me an Netz­wer­ken erfor­dert aber ein per­sön­li­ches Netz­werk-Know-How, von dem hier eini­ge Ele­men­te auf­ge­zählt seien:

  • - Ein Netz­werk lebt von Bezie­hun­gen,  das erfor­dert  Ach­tung, Tole­ranz und gute Manieren
  • - Unter­schied­li­che Arbeits­wei­sen und Cha­rak­te­re brau­chen das Ein­ge­hen auf unter­schied­li­che Bedürf­nis­se und ein hohes Maß an Anpas­sungs­fä­hig­keit an die jewei­li­ge Situation
  • - Aber nicht nur Miteinander-Können ist wich­tig, son­dern auch ein Min­dest­maß an Konfliktfähigkeit
  • - Die Fähig­keit, Ver­trau­en auf­zu­bau­en und zu erhal­ten ist der Schlüs­sel­fak­tor für eine gute und dau­er­haf­te Solidargemeinschaft
  • - Gemein­sa­me  Pro­jek­te ver­lan­gen nach „Open Books“, es darf kei­ne Geheim­nis­krä­me­rei und kei­ne Cli­quen­bil­dung geben
  • - Ein gemein­sa­mes Qua­li­täts­ver­ständ­nis ist unabdingbar

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Netz­werk-Know-How ist eine zen­tra­le Erfor­der­nis für den über­wie­gen­den Teil von Frei­be­ruf­lern und unse­rer gesam­ten Wis­sens­ge­sell­schaft. Nicht umsonst haben Jes­si­ca Lip­nack und Jef­frey Stamps in ihrem Buch „Vir­tu­el­le Teams“ schon vor etli­chen Jah­ren  festgestellt:

Geteil­tes, gemein­sa­mes Wis­sen wird die größ­te Pro­duk­ti­ons­quel­le der Wirt­schaft des 21. Jahr­hun­derts sein – mit Fol­gen, die heu­te noch jen­seits unse­res Vor­stel­lungs­ver­mö­gens liegen.“ 

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