Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #7: Die Lernzone

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Rou­ti­ne kann ange­nehm sein. Rou­ti­ne heißt, dass wir in unse­rer Behag­lich­keits­zo­ne leben, bes­ser gesagt ver­har­ren: Hier haben wir alles im Griff, es ist ange­nehm, es gibt kaum Über­ra­schun­gen, jeder Tag ist wie der ande­re. Leben wie im Schau­kel­stuhl: immer in Bewe­gung – aber ohne Wei­ter­kom­men. Es mag sein, dass vie­len Men­schen ein der­ar­ti­ges Leben behagt, es kann ja auch eine Zeit lang sei­ne Berech­ti­gung haben. Für Frei­be­ruf­ler bräch­te es ver­mut­lich bald das Aus. Wer vor­ne blei­ben will, muss stän­dig Neu­es ver­su­chen. Das ist for­dernd, meist span­nend, oft unan­ge­nehm, letzt­lich aber not­wen­dig: Leben ist Lernen.

Noel Tichy, ein U.S.-amerikanischer Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor, zeich­net drei inein­an­der lie­gen­de Krei­se, wie sie links oben dar­ge­stellt hat, an denen er erklärt, wor­auf es ankommt. Jeder der Krei­se bil­det eine Zone, es gibt eine Behag­lich­keits­zo­ne (B), eine Lern­zo­ne (L) und eine Panik­zo­ne ℗. Dazu ist zu erläutern:

Klei­ner Kreis: Die Behag­lich­keits­zo­ne – Vor­sicht geboten!

Über die­sen Ort haben wir bereits gespro­chen. Wer hier bleibt, lebt leicht, weil er ledig­lich Kennt­nis­se anzu­wen­den braucht, die er schon hat. Bequem­lich­keit und fal­sche Selbst­be­schrän­kung haben aber ihren Preis, denn Wachs­tum und Wei­ter­ent­wick­lung sind in die­ser Zone nicht mög­lich. Wer sich hier all­zu lang wohl­fühlt, ver­sumpft. Also, wer das nicht will: Nichts wie raus, auf in die Lernzone!

Mitt­le­rer Kreis: Die Lern­zo­ne – Hier ist’s richtig!

In die­ser Zone ist es schwie­rig, aber hier  geschieht Wachs­tum, es kommt zu Ver­än­de­rung und Fort­schritt. Eine Lern­zo­ne muss man sich suchen, frei­wil­li­ges Üben ist ange­sagt, in zuneh­men­dem Maße kommt Freu­de auf, wenn Schwie­rig­kei­ten über­wun­den wer­den, Her­aus­for­de­run­gen erfolg­reich bewäl­tigt sind und Neue Kom­pe­ten­zen ent­ste­hen, Fähig­kei­ten aus­ge­baut wer­den und den Kun­den neu­er Nut­zen gebo­ten wer­den kann. Wich­tig ist, dass die Anfor­de­run­gen bewäl­tig­bar blei­ben, ansons­ten drif­ten wir in die Panik­zo­ne ab …

Gro­ßer Kreis: Die Panik­zo­ne – Bloß raus hier! 

Rein gewor­fen sein in Situa­tio­nen, denen wir nicht gewach­sen sind, Über­for­de­rung, Stress total bis zur Erschöp­fung, zu viel in zu kur­zer Zeit, alles ande­re als gesund, also bloß weg hier! Sich zu viel auf­ge­bür­det haben, kei­ne Aner­ken­nung fin­den, womög­lich noch Burn-Out-Ten­den­zen … Voll­brem­sung, sonst krachts. In die­ser Zone Gibt es kein rich­ti­ges Ler­nen mehr, nur mehr Kri­sen­ma­nage­ment. Also zurück in die Lernzone!

Unser Platz soll die Lern­zo­ne bleiben

Wer in der Lern­zo­ne bleibt, macht es lang­fris­tig rich­tig. Und das heißt, ein Leben lang sich for­dern, aber auch sich för­dern. Ein gesun­des Maß an Zie­len, die nicht leicht erreich­bar erschei­nen, stän­di­ges Wach­blei­ben gegen­über dem, was um uns her­um vor­geht, kei­ne Resi­gna­ti­on und kein Selbst­mit­leid zulas­sen, wenn es mal nicht so rich­tig lau­fen will. Aus der Erfah­rung stets klü­ger wer­den, Kor­rek­tur nicht nur zulas­sen, son­dern von unse­rem Umfeld erbit­ten und den Blick vor­aus richten …

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