Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #4: ethische Kompetenz

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Über Ethik und Moral lässt sich treff­lich dis­ku­tie­ren, all­ge­gen­wär­ti­ge Skan­da­le in Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft bie­ten reich­lich Stoff dazu. Das ist aber nicht mein The­ma. Hier geht es um eini­ge Ele­men­te des ethi­schen Grund­ge­rüsts, das – so mei­ne ich – jeder Frei­be­ruf­ler mit­brin­gen muss, will er auf Dau­er erfolg­reich sein.

Inter­es­sant dazu die Ergeb­nis­se einer Umfra­ge unter etwa ein­hun­dert Berufs­kol­le­gen nach den ihrer Ansicht nach wich­tigs­ten per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten, die Zivil­tech­ni­ker haben soll­ten: ein gro­ßer Teil der Ant­wor­ten bezog sich auf Anfor­de­run­gen, deren Ein­hal­tung „ethi­sche Kom­pe­tenz“ vor­aus­setzt. Dar­un­ter ver­ste­he ich eine Ori­en­tie­rung an lebens­be­ja­hen­den und der Gemein­schaft zuträg­li­chen Wer­ten, die letzt­lich jeder für sich ent­de­cken und fest­le­gen muss.

Eini­ge der in der Umfra­ge am häu­figs­ten genann­ten Begrif­fe sind nach­ste­hend ange­führt. Weil aber ein­zel­ne Wor­te für sich allein ste­hend tri­vi­al erschei­nen und wenig aus­sa­gen, habe ich eini­ge Syn­ony­me (Wör­ter mit glei­cher oder sehr ähn­li­cher Bedeu­tung) aus dem Text­pro­gramm hinzugefügt:

  • Beharr­lich­keit: Ent­schie­den­heit, Stand­haf­tig­keit, Bestän­dig­keit, Ent­schlos­sen­heit, Aus­dau­er, Bestän­dig­keit, Fes­tig­keit, Unveränderlichkeit
  • Kor­rekt­heit: Rich­tig­keit, Ord­nung, Genau­ig­keit, Sicher­heit, Aufrichtigkeit
  • Zuver­läs­sig­keit: Gleich­mä­ßig­keit, Kor­rekt­heit, Fes­tig­keit, Sta­bi­li­tät, Recht­schaf­fen­heit, Redlichkeit
  • Ver­läss­lich­keit: Dau­er­haf­tig­keit, Ver­trau­en, Pünktlichkeit
  • Objek­ti­vi­tät: Sach­lich­keit, Unvor­ein­ge­nom­men­heit, Vor­ur­teils­lo­sig­keit, Unpar­tei­lich­keit, Neu­tra­li­tät, Gerech­tig­keit, Ver­nünf­tig­keit, Unbefangenheit
  • Unab­hän­gig­keit: Selbst­stän­dig­keit, Sou­ve­rä­ni­tät, Unge­bun­den­heit, Auto­no­mie, Gedankenfreiheit

Zum eben­falls oft genann­ten Begriff Inte­gri­tät (der ja die vor­her genann­ten Eigen­schaf­ten mit ein­schließt) mein per­sön­li­cher Kom­men­tar: inte­ger ist eine authen­ti­sche Per­son, die in dem Sin­ne kei­ne Rol­le spielt, dass sie in jeder Situa­ti­on die­sel­be bleibt. Wer sich nicht ver­stel­len muss, kann auch Feh­ler zuge­ben, weil ihm dann kein Stein aus sei­ner (ima­gi­nä­ren) Kro­ne fällt.

Ethi­sche Kom­pe­tenz ist ein Muss für alle, die lang­fris­tig erfolg­reich sein und blei­ben wol­len. So man­cher gera­de von Skan­da­len Geschüt­tel­ter hät­te dem wohl nichts hinzuzufügen …

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