Gebäudebegehungen

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Gebaeude(IRS) – Unter Bau­be­ge­hun­gen wer­den nach­ste­hend Besich­ti­gun­gen von bestehen­den Gebäu­den ver­stan­den, die das Ziel haben, sich ein Bild über die im Objekt vor­han­de­ne Haus­tech­nik zu ver­schaf­fen. Es gibt ver­schie­de­ne Anläs­se für sol­che Erhe­bun­gen. Bei­spie­le: Tei­le der  bestehen­den tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen haben das Ende der Nut­zungs­dau­er erreicht oder gar über­schrit­ten; Die Erneue­rung der Wär­me­er­zeu­ger ist aus Grün­den eines zu hohen Ener­gie­ver­brauchs unum­gäng­lich; Die Zuver­läs­sig­keit von Anla­gen­tei­len ist nicht mehr gege­ben; Eine Nut­zungs­än­de­rung etwa eines gewerb­lich genutz­ten Gebäu­des ist beabsichtigt …

Im Min­dest­fall Befundaufnahme

Rein von Art, Ablauf und Umfang her ent­spricht eine der­ar­ti­ge Bege­hung eines Gebäu­des mit Schwer­punkt Haus­tech­nik aus Sicht eines Sach­ver­stän­di­gen zumin­dest einer Befund­auf­nah­me. Erfah­rungs­ge­mäß wol­len die Auf­trag­ge­ber aber dar­über hin­aus fast immer ganz prak­ti­sche  Hil­fe­stel­lung zu den not­wen­dig erschei­nen­den Maß­nah­men, was in Gut­ach­ter­tä­tig­keit mün­den kann. Und natür­lich wol­len sie – wenn mög­lich – auch gleich wis­sen, was das alles kos­ten wird, wel­che Unter­neh­men für die Arbei­ten emp­foh­len wer­den kön­nen, wie schnell die gan­ze Sache erle­digt sein wür­de etc., etc., also eher Gegen­stand einer Beratung.

Vor­ab-Infor­ma­ti­on ist oft nicht erhältlich

Eine sehr oft gemach­te Erfah­rung ist die, dass vor der geplan­ten Bege­hung kaum Gele­gen­heit besteht, Infor­ma­tio­nen über die zu besich­ti­gen Anla­gen zu erhal­ten, geschwei­ge denn, sol­che Infor­ma­tio­nen durch­zu­ar­bei­ten. Genaue Vor­be­rei­tung auf den Ein­satz vor Ort ist daher in sol­chen Fäl­len nicht gege­ben. Der gerin­ge­re Auf­wand kann aller­dings ein Vor­teil sein, wenn – wie schon fall­wei­se erlebt – sich der Anlass für die Besich­ti­gung ändert oder gar erüb­rigt, zum Bei­spiel weil sich ein geplan­ter Ver­kauf des rele­van­ten Objekts zer­schla­gen hat. Oder weil sich bereits im Vor­feld unzwei­fel­haft her­aus­stellt, dass die deso­la­te Haus­tech­nik rest­los zu ent­sor­gen sein wird.

Umfang erfor­der­li­cher Unterlagen

Wenn es dann doch klappt und der Auf­trag zu einem Bera­tungs­be­richt oder gar Gut­ach­ten erteilt wird und die Besich­ti­gung statt­ge­fun­den hat, wird der Sach­ver­stän­di­ge alle ver­füg­ba­ren und tech­ni­schen Doku­men­te und sons­ti­gen Unter­la­gen anfor­dern: Haus­tech­nik- und Elek­tro­plä­ne, tech­ni­sche Beschrei­bun­gen, Attes­te, War­tungs­nach­wei­se, gege­be­nen­falls Rech­nun­gen, Adres­sen der Fir­men, die Repa­ra­tu­ren, Instand­hal­tung und Aus­tausch durch­ge­führt haben.  Aktu­el­le Anla­gen­da­ten, Typen­schil­der, Leis­tungs­an­ga­ben, War­tungs­lis­ten etc. wur­den bereits anläss­lich der Bege­hung erhoben.

Vor-Ort-Auf­nah­me unerlässlich

Bei Bestands­ob­jek­ten wird es in den sel­tens­ten Fäl­len zu ver­ant­wor­ten sein, einen Befund allein auf Grund­la­ge vor­lie­gen­der Plä­ne zu erstel­len. Denn zum einen ent­hal­ten zeich­ne­ri­sche Dar­stel­lun­gen erfah­rungs­ge­mäß auch bei noch so gut doku­men­tier­ten Bau­vor­ha­ben nie genau den tat­säch­li­chen Bau- oder Instal­la­ti­ons­be­stand. Zum ande­ren muss eine Infor­ma­ti­on über die tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se ein Bau­werk betref­fend auch das gege­be­ne Umfeld mit­be­rück­sich­ti­gen: Lüf­tungs­an­la­gen etwa benö­ti­gen Ansaug- und Aus­blas­öff­nun­gen, für die Abstän­de zu Nach­bar­ge­bäu­den, Staub­be­las­tun­gen oder Wind­rich­tun­gen zu beach­ten sind.

Pri­va­te Anläs­se: Durch „unfrei­wil­li­ge“ Expertise …

Ein Sach­ver­stän­di­ger für einen Fach­be­reich, der auch nur ent­fernt und irgend­wie mit Gebäu­den zu tun hat, wird die­se Erfah­rung wahr­schein­lich ken­nen: Da ist einem der Ruf vor­aus­ge­eilt, man sei Exper­te für – um Eigen­erfah­rung her­zu­neh­men – alles rund um die Haus­tech­nik. Man kommt also zu einem pri­va­ten Haus­be­such in ver­wandt­schaft­li­chen oder freund­schaft­li­chen Kreis. Kaum hat man sich als acht­sa­mer Gast des Schuh­werks ent­le­digt, wird man umge­hend in den meist im Kel­ler lie­gen­den Tech­nik­raum gebe­ten, um den dort befind­li­chen Ein­rich­tun­gen sei­ne wohl­wol­len­de Exper­ti­se ange­dei­hen zu lassen.

… lernt man Men­schen kennen

Den Anstoß, sei­ne Fach­kennt­nis über­ra­schend einem erlauch­ten Kreis von Inter­es­sen­ten  „dar­le­gen zu dür­fen“, erfährt man aber nicht nur bei pri­va­ten Anläs­sen, son­dern er ergibt sich manch­mal auch im Zuge von Ter­mi­nen zum Bei­spiel in Betrie­ben, Ver­ei­nen, Orga­ni­sa­tio­nen oder bei Behör­den. Oft wer­den bei ers­ter sich bie­ten­der Gele­gen­heit so ganz neben­bei fach­be­zo­ge­ne Fra­gen gestellt oder Mei­nun­gen ein­ge­holt, auch wenn der Grund für den Ter­min mit dem eige­nen Wis­sens­ge­biet über­haupt nichts zu tun hat­te. – Das Posi­ti­ve dar­an: Dass man Men­schen ken­nen­lernt, zu denen sich ansons­ten kein Bezug erge­ben hätte.

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