Was Berater des Vertrauens auszeichnet

Checkliste

Sach­ver­stän­di­ge kön­nen als Bera­ter tätig sein. Anders als in der Rol­le eines Gut­ach­ters agie­ren sie dann aber nicht neu­tral, son­dern auf der Sei­te des Auf­trag­ge­bers und zu sei­ner Unter­stüt­zung. Ihre Bezeich­nung als Sach­ver­stän­di­ge sorgt aber im Regel­fall dafür, dass sie von rat­su­chen­den Kli­en­ten einen sehr hohen Ver­trau­ens­vor­schuss bekom­men. Die­sem „gelie­he­nen“ Ver­trau­en müs­sen sie aber in der bera­ten­den Funk­ti­on erst in aus­rei­chen­dem Maße ent­spre­chen, wenn eine lang­fris­ti­ge und für bei­de Sei­ten erfolg­rei­che Bezie­hung ent­ste­hen soll! Was aber zeich­net ver­trau­ens­wür­di­ge Bera­ter aus?

Um Ant­wor­ten auf die­se Fra­ge zu bekom­men, wen­den wir uns wie­der David H. Mais­ter zu, einem aus­ge­wie­se­nen Exper­ten für erfolg­rei­che Bera­tung. In sei­nem mit zwei Kol­le­gen ver­fass­ten Buch „The Trus­ted Advi­sor“ hat er eine gan­ze Lis­te parat, die eine brei­te Palet­te von für uns wich­ti­gen Aus­sa­gen lie­fert. Nach­ste­hend wur­den sie wie­der aus dem Eng­li­schen über­tra­gen im Bemü­hen, den Sinn der Wor­te mög­lichst genau zu bewah­ren. Also …

Fol­gen­de Eigen­schaf­ten zeich­nen Bera­ter des Ver­trau­ens aus:

Sie schei­nen uns auf eine unge­zwun­ge­ne Art zu ver­ste­hen und zu mögen

Sie sind bestän­dig (wir kön­nen uns auf sie verlassen)

Sie hel­fen uns immer, die Din­ge aus einer fri­schen Sicht­wei­se zu betrachten

Sie wol­len uns nichts aufzwingen

Sie hel­fen uns, die Din­ge durch­zu­den­ken (es bleibt immer unse­re Entscheidung)

Sie erset­zen nicht unse­re Mei­nung durch ihre

Sie wer­den nicht panisch oder über­emo­tio­nal (sie blei­ben ruhig)

Sie hel­fen uns den­ken und unse­re Logik von den Gefüh­len zu trennen

Sie kor­ri­gie­ren und kri­ti­sie­ren uns auf eine sanf­te, lie­be­vol­le Weise

Sie hal­ten sich nicht zurück (wir kön­nen dar­auf bau­en, dass sie uns die Wahr­heit sagen)

Sie sind lang­fris­tig da (die Bezie­hung ist wich­ti­ger als das momen­ta­ne Problem)

Sie legen uns ihre Gedan­ken­gän­ge dar (um uns im Den­ken zu unter­stüt­zen), nicht nur ihre Schlussfolgerungen

Sie zeich­nen uns Mög­lich­kei­ten auf, stär­ken unser Ver­ständ­nis die­ser Mög­lich­kei­ten, geben uns ihre Emp­feh­lun­gen und las­sen uns entscheiden

Sie for­dern unse­re Annah­men her­aus (hel­fen uns, fal­sche Vor­aus­set­zun­gen auf­zu­de­cken, unter denen wir gear­bei­tet haben)

Sie schaf­fen ein behag­li­ches und locke­res per­sön­li­ches Kli­ma (aber sie neh­men die Pro­ble­me ernst)

Sie han­deln wie ech­te Per­so­nen, nicht wie aus einer Rol­le heraus

Sie sind ver­läss­lich auf unse­rer Sei­te und erwe­cken den Ein­druck, dass ihnen unse­re Inter­es­sen am Her­zen liegen

Sie erin­nern sich an alles, was wir jemals gesagt haben (ohne dazu Noti­zen zu machen)

Sie sind immer ehren­wert (sie trat­schen nicht über ande­re und wir ver­trau­en ihren Werten)

Sie hel­fen uns, unse­re Pro­ble­me in einen Zusam­men­hang zu stel­len, oft durch Gebrauch von bild­li­chen Aus­drü­cken, Geschich­ten und Anek­do­ten (weni­ge Pro­ble­me sind völ­lig einzigartig)

Sie haben einen gewis­sen Sinn für Humor, um (unse­re) Span­nun­gen aufzulösen

Sie sind gewandt (manch­mal auf eine Art, wie wir es nicht sind)

Das also wäre die ange­kün­dig­te Lis­te. Genug Stoff zum Auf­neh­men und Nach­den­ken, fin­den Sie nicht?

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