Welche Vorteile ein Berater des Vertrauens genießt

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Checkliste

Vie­le poten­zi­el­le Auf­trag­ge­ber zie­hen bei Pro­ble­men einen Sach­ver­stän­di­gen bei und ver­lan­gen nach einem Gut­ach­ten, das für sie nütz­lich ist. Der Sach­ver­stän­di­ge muss sie ent­täu­schen. Sein Gut­ach­ten wird immer objek­tiv sein und kei­nes­falls Ein­sei­tig­keit zuguns­ten des Auf­trag­ge­bers wider­spie­geln. Jedoch kann ein Sach­ver­stän­di­ger in die Rol­le des Bera­ters schlüp­fen, sich an die Sei­te sei­nes Auf­trag­ge­bers stel­len und die­sen bei einer Pro­blem­lö­sung unter­stüt­zen. Er lie­fert kein Gut­ach­ten, son­dern einen Bera­tungs­be­richt. Er ist nicht Gut­ach­ter, son­dern Bera­ter. Er wird Bera­ter des Ver­trau­ens – und genießt damit zahl­rei­che Vorteile.

In einem schon etwas län­ger zurück­lie­gen­den Bei­trag wur­den die „Sie­ben I“ vor­ge­stellt, die dazu bei­tra­gen, das Ver­trau­en zu Koope­ra­ti­ons­part­nern her­zu­stel­len und zu ver­tie­fen. Grund­sätz­lich gel­ten die­se Punk­te auch für Bezie­hun­gen zu Kun­den und Kli­en­ten. Heu­te geht es uns aber dar­um, her­aus­zu­fin­den, wel­che Vor­tei­le ein Sach­ver­stän­di­ger – vor allem in sei­ner Rol­le als Bera­ter – hat, wenn es ihm gelingt, das Ver­trau­en zum Auf­trag­ge­ber zu ver­tie­fen. Das ist des­halb wich­tig, weil Auf­trag­ge­ber dazu ten­die­ren, auf kom­pe­ten­te Bera­ter, die im ers­ten Fall gut hel­fen konn­ten, beim nächs­ten Anlass wie­der zuzu­ge­hen. Dadurch kön­nen sich lang­fris­ti­ge und für bei­de Sei­ten vor­teil­haf­te Bezie­hun­gen entwickeln.

Die Her­aus­for­de­rung: Auf­bau einer Vertrauensbeziehung 

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Autor David H. Mais­ter, Leh­rer an Unter­neh­mer­schu­len und selbst ehe­mals erfolg­rei­cher Bera­ter, hat mit zwei Kol­le­gen ein Buch ver­fasst mit dem Titel „The Trus­ted Advi­sor“, was frei über­setzt etwa „Der Bera­ter des Ver­trau­ens“ bedeu­tet. Mais­ter und die Koau­to­ren wid­men sich spe­zi­ell der Her­aus­for­de­rung, bewusst eine tie­fe und dau­er­haf­te Ver­trau­ens­be­zie­hung zu Kli­en­ten auf­zu­bau­en und zu hal­ten. Dies aber nicht durch irgend­wel­che psy­cho­lo­gi­schen Kunst­stü­cke, son­dern durch bewähr­te Rezep­te und Wege zu per­sön­li­chen und geschäft­li­chen Ent­wick­lun­gen, die in ech­te und tief­ge­hen­de Bezie­hun­gen münden.

Die zen­tra­le Schlüs­sel­fra­ge nach dem Vor­teil für den Berater 

Bevor aber Mais­ter mit sei­nen Schrit­ten beginnt, nimmt er sich den Bera­ter selbst vor und stellt ganz nüch­tern eine Schlüs­sel­fra­ge: „Wel­chen Nut­zen haben Bera­ter davon, dass ihre Kli­en­ten und Kun­den ihnen mehr Ver­trau­en schen­ken?“ Und dazu lie­fert er auch gleich die Ant­wort. Sehr umfas­send sogar, denn er kommt auf eine Lis­te von ins­ge­samt sech­zehn Punk­ten! Mais­ter will Bera­tern so rich­tig Appe­tit machen auf das Loh­nen­de, das aus einer ech­ten Ver­trau­ens­be­zie­hung zwi­schen Bera­ter und Kli­en­ten kom­men kann.

Sie suchen Ihren Rat.
Sie nei­gen dazu, Ihren Rat anzu­neh­men und danach zu handeln
Sie zie­hen Sie zu fort­ge­schrit­te­ne­ren, kom­ple­xe­ren und stra­te­gi­schen Pro­ble­men bei
Sie behan­deln Sie so, wie Sie behan­delt wer­den möchten
Sie respek­tie­ren Sie
Sie geben Ihnen mehr Infor­ma­tio­nen, die dazu bei­tra­gen, dass den Kli­en­ten opti­mal gehol­fen wer­den kann und ver­bes­sern dadurch die Qua­li­tät Ihrer Dienstleistung
Sie zah­len Ihre Hono­rar­no­ten ohne Rückfragen
Sie sen­ken den Stress wäh­rend der Bespre­chun­gen und des Meinungsaustausches
Sie emp­feh­len Sie an ihre Freun­de und Geschäftspartner
Sie geben Ihnen einen Vertrauensvorschuss
Sie ver­zei­hen Ihnen, wenn Sie Feh­ler machen
Sie beschüt­zen Sie, wenn Sie Schutz brau­chen (sogar vor der eige­nen Organisation)
Sie war­nen Sie vor Gefah­ren und Stolpersteinen
Sie füh­len sich wohl und erlau­ben Ihnen, sich wohlzufühlen
Sie infor­mie­ren Sie eher früh­zei­tig, wenn sich Pro­ble­me auf­tun, als spä­ter im Pro­zess (oder sie rufen Sie über­haupt vor­her an!)
Sie Ver­trau­en Ihren Instink­ten und Ein­schät­zun­gen (ein­schließ­lich denen über ande­re Leu­te oder Kollegen)

Wer hät­te nicht ger­ne sol­che Bezie­hun­gen? Was kön­nen wir selbst dazu bei­tra­gen? Es lohnt sich, dar­über aus­gie­big nach­zu­den­ken! Wir wol­len uns in einer der nächs­ten Fol­gen eini­ge Rat­schlä­ge von Mais­ter näher ansehen.

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