Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #27: Zuversicht

Fehler

Es ist gera­de­zu para­dox: Ein erfolg­rei­cher Frei­be­ruf­ler hat zumeist kei­ne kon­kre­te Aus­sicht dar­auf, wie sich ein kom­men­des Geschäfts­jahr ent­wi­ckeln wird. Trotz­dem bleibt er im Nor­mal­fall in hohem Maße gelas­sen. Und er hat Recht! Schließ­lich weiß er, dass sein Arbeits­platz siche­rer ist als der vie­ler Unselb­stän­di­ger auf deren schein­bar siche­ren Arbeits­plät­zen. Denn er kann dar­auf ver­trau­en, dass aus­rei­chend Kun­den mit ihren Auf­trä­gen zu ihm kom­men wer­den, vor­aus­ge­setzt, er hat in den Jah­ren zuvor aus­ge­zeich­ne­te Arbeit geleis­tet. Doch es ist nicht nur die­se begrün­de­te Erwar­tung, die ihm aus­rei­chend Zuver­sicht und Gelas­sen­heit gibt.

Denn Frei­be­ruf­ler besit­zen eini­ge per­sön­li­che Eigen­schaf­ten, die wesent­li­che Vor­aus­set­zung sind, dass sie zuver­sicht­lich blei­ben zu kön­nen. Die­se Eigen­schaf­ten ent­sprin­gen einem ange­mes­se­nen Selbst­wert und einer gedie­ge­nen inne­ren Sicher­heit, jeder Her­aus­for­de­rung, die da kom­men mag, gewach­sen zu sein. Die­se Hal­tung kommt auch beim Kun­den und Kli­en­ten an und erzeugt bei die­sem den ent­schei­den­den Ver­trau­ens­vor­schuss, den best­mög­li­chen Part­ner für Erle­di­gung sei­nes Anlie­gens gefun­den zu haben.

Fünf die­ser Eigen­schaf­ten erfolg­rei­cher Frei­be­ruf­ler wol­len wir uns näher ansehen.

Blick nach vorn

Frei­be­ruf­ler sind aktiv und hän­gen nicht lan­ge Din­gen nach, die hin­ter ihnen lie­gen, egal ob dies freu­den­brin­gen­de Erfol­ge sind oder weni­ger ange­neh­me Din­ge, aus denen sie für die Zukunft Leh­ren zie­hen. Nach ange­mes­se­ner Refle­xi­on des Erle­dig­ten und Erleb­ten wen­den sie ihren Blick wie­der nach vorn in Erwar­tung span­nen­der Pro­jek­te und Auf­ga­ben im Dienst ihrer Auf­trag­ge­ber, in die sie ihr Kön­nen, Wis­sen und ihre Erfah­rung ein­brin­gen können.

Aus­dau­er

Nicht alles, was man neu beginnt, bringt sofort Frucht. Wer über­zeugt ist, dass sein neu­es Ange­bot dem künf­ti­gen Kun­den bedeu­ten­de Vor­tei­le bie­tet und wer auch dann nicht locker­lässt, wenn sich alles gegen einen ver­schwo­ren zu haben scheint, ja wer gegen den Rat von Wohl­mei­nen­den dran­bleibt, der wird letzt­lich sein Ziel errei­chen. Letzt­lich wird nur der erfolg­reich sein, der sei­nen inne­ren Kom­pass beach­tet, auch wenn es etwas kostet.

Bereit­schaft, hart zu arbeiten

Es gibt ein Zau­ber­wort, das ein Vor­wärts­kom­men immens för­dert und das vor dem Errei­chen eines jeden Wunsch­zie­les steht: Arbeit. Aber auch die Bereit­schaft hart zu arbei­ten und Wider­stän­de zu über­win­den muss der inne­ren Über­zeu­gung ent­sprin­gen, genau das zu tun, wozu man auf­grund sei­ner per­sön­li­chen Ver­an­la­gung beru­fen ist. Jemand, der sich for­dert, aber dabei nicht über­for­dert, kommt in sein Ele­ment und erlebt sei­nen „Flow“.

Krea­ti­vi­tät

Wer sich in sei­nen Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen dar­auf beschränkt, ande­re zu kopie­ren, wird beim Kun­den nie­mals ers­te Wahl sein kön­nen und des­halb auch nicht nach­hal­ti­ge wirt­schaft­li­che Erfol­ge fei­ern. Es braucht natür­lich den Mut eines Pio­niers, neue Pfa­de zu beschrei­ten, auch auf die Gefahr hin, dabei auf die Nase zu fal­len. Aber das Neue wird immer dann will­kom­men sein, wenn es dem Kun­den bis­her unbe­kann­te Vor­tei­le bietet.

Authen­tisch bleiben

Nicht nur die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen ver­lan­gen nach Ein­zig­ar­tig­keit. Auch die Per­son des Frei­be­ruf­lers muss ein Ori­gi­nal blei­ben. Nur wer in all sei­nem Tun authen­tisch ist und sich nicht ver­biegt, wird auf lan­ge Sicht gese­hen das Ver­trau­en des Auf­trag­ge­bers ern­ten. Vor­aus­set­zung dazu sind eine gewis­se Rei­fe, ein Sich-nicht-zu-wich­tig-Neh­men, Gelas­sen­heit und auch die Bereit­schaft, über eige­ne Unzu­läng­lich­kei­ten lachen zu können.

All die­se Eigen­schaf­ten sind eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die ech­te und dau­er­haf­te Zuver­sicht eines Frei­be­ruf­lers. Wenn Ihnen noch ande­re Eigen­schaf­ten wich­tig erschei­nen, freue ich mich über Ihre Mei­nung, bit­te schrei­ben Sie mir!

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