Glücksfaktoren

·

·

Ballon

Über Erfolgs­fak­to­ren – ins­be­son­de­re für Frei­be­ruf­ler – war an die­ser Stel­le schon sehr viel zu lesen. Die erwähn­ten Fak­to­ren haben sich mit Eigen­hei­ten beschäf­tigt, die wich­tig sind, um den Auf­trag­ge­ber zufrie­den­zu­stel­len, ja zu begeis­tern, damit zum all­sei­ti­gen Vor­teil nach­hal­ti­ge Geschäfts­be­zie­hun­gen ent­ste­hen. Heu­te geht es aber um den Frei­be­ruf­ler selbst, um die Moti­ve, war­um er aus sich her­aus etwas ger­ne tut und dar­über, was ihm wah­res Glück ver­schafft. Das Fol­gen­de trifft nicht nur auf Frei­be­ruf­ler zu, son­dern auf alle Men­schen. Was also hat die Wis­sen­schaft über der­ar­ti­ge „Glücks­fak­to­ren“ herausgefunden?

Gleich vor­ab: Es gibt eine Orga­ni­sa­ti­on, die regel­mä­ßig jähr­lich einen Bericht erstellt, in dem jene Fak­to­ren prä­sen­tiert wer­den, die nach Ansicht der damit befass­ten For­scher für eine gute Lebens­qua­li­tät wesent­lich sind. Die Berich­te sind äußerst umfang­reich und füh­ren der Rei­he nach die Län­der an, von den glück­lichs­ten bis zu den am wenigs­ten glück­li­chen. Die Berich­te sind in Eng­lisch ver­fasst und äußerst umfang­reich, der aktu­el­le für 2016 kann unter www.worldhappiness.report her­un­ter­ge­la­den wer­den. Viel Spaß mit dem Län­der­ran­king: Füh­rend ist nach wie vor Däne­mark, Öster­reich liegt an zwölf­ter Stel­le von 157 unter­such­ten Staaten.

Noch inter­es­san­ter sind für uns aber die ver­spro­che­nen „Glücks­fak­to­ren“. Nach­ste­hend ist eine kur­ze Dar­stel­lung wie­der­ge­ge­ben, die dem heu­er erschie­ne­nen Buch „Nach­hal­tig­keit wofür?“ von Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor Fried­rich M. Zim­mer­mann aus Graz ent­nom­men und mit kur­zen Kom­men­ta­ren ver­se­hen sind. Dem­nach nennt der „World Hap­pi­ness Report 2015“ fol­gen­de Fak­to­ren, die glück­lich machen bzw. wich­ti­ger sind als Reich­tum und die kurz kom­men­tiert sind:

Poli­ti­sche Frei­heit, sozia­le Netz­wer­ke und Feh­len von Korruption

Das müss­te vor allem den Poli­tik-Gestal­tern bewusst sein, aber auch uns: Ansät­ze zu Frei­heits­ver­lust etwa durch Gesin­nungs­druck dür­fen uns nicht kalt las­sen. Denn Frei­heit kommt nicht von selbst, son­dern muss immer wie­der errun­gen und ver­tei­digt wer­den. Und zu Kor­rup­ti­on muss uns bewusst sein, dass wir sie auch nicht in den kleins­ten Din­gen zulas­sen dürfen.

Erwerbs­ar­beit als ent­schei­den­der Fak­tor für per­sön­li­ches Glück: Arbeits­lo­sig­keit führt zu Armut, Armut führt zu Aus­gren­zung und Sta­tus­ver­lust und hin­ter­lässt kran­ke und depres­si­ve Menschen. 

Das soll­ten alle beden­ken, die über zu viel Arbeit jam­mern. Was aber auch nicht heißt, dass über Fähig­kei­ten und Mög­lich­kei­ten hin­aus Las­ten auf­ge­bür­det wer­den dürfen.

Sta­bi­le Part­ner­schaf­ten und Beziehungen

Das fängt in Ehe und Fami­lie an, geht über Freun­des- und Bekann­ten­kreis hin­aus bis ins Geschäfts­le­ben. Sta­bil heißt dau­er­haft, dau­er­haft heißt auch nachhaltig.

In ärme­ren Län­dern mit unsi­che­ren Lebens­be­din­gun­gen hat Reli­gi­on und Glau­be eine bedeu­ten­de Funktion

Irr­tum, das gilt nicht nur für ärme­re Län­der, das gilt generell!

Geis­ti­ge und kör­per­li­che Gesundheit

„Mens sana in cor­po­re sano – Ein gesun­der Geist in einem gesun­den Kör­per“ galt schon den Römern als Ziel und wird heu­te genau­so ange­strebt. War­um rau­chen eigent­lich noch so viele?

Altru­is­mus im Sin­ne von Selbst­lo­sig­keit und durch Soli­da­ri­tät gekenn­zeich­ne­te Denk- und Handlungsweise 

Es geht schlicht dar­um, dass wir nicht nur für uns sel­ber leben, son­dern einen Teil unse­rer Mit­tel und Fähig­kei­ten für das Gemein­wohl auf­wen­den soll­ten. Wer ger­ne gibt, ohne dafür etwas zu erwar­ten, tut sich außer­dem selbst einen gro­ßen Gefallen.

—

Irgend­wel­che Anmer­kun­gen? Mel­dun­gen sind willkommen!

Weitere Beiträge

Kategorien

Suche

Archiv

Stichwörter

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert