Macht Bestleistung Sinn?

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Es löst Freu­de aus, wenn man es mit Men­schen zu tun bekommt, denen ein Wert wich­tig ist, den man auch selbst ver­tritt. Ganz beson­ders dann, wenn die­ser Wert nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Die Rede ist von kom­pro­miss­lo­ser Best­leis­tung. Gemeint ist damit, dass ein frei­be­ruf­li­cher Dienst­leis­ter an sich selbst und sei­ne Arbeit höchs­te Anfor­de­run­gen stellt und kei­nen Platz lässt für irgend­wel­che Halb­hei­ten oder Unzu­läng­lich­kei­ten. Dass er bewusst danach strebt, sei­nen Kun­den jenen höchst­mög­li­chen Wert zu bie­ten, der kei­nen Ver­gleich zu scheu­en braucht, ja viel­mehr eine Klas­se für sich darstellt.

Best­leis­tung erfor­dert Wachsamkeit

Das Erbrin­gen von Best­leis­tun­gen ist zuge­ge­ben nicht ein­fach. Es erfor­dert stän­di­ge Auf­merk­sam­keit und die Bereit­schaft, dazu­zu­ler­nen, ja auch zur kri­ti­schen Selbst­be­trach­tung, zur stän­di­gen Ver­bes­se­rung. Das ist nicht immer ein­fach. Denn wenn Kun­den zufrie­den sind und einen wei­ter­emp­feh­len, wenn rund­her­um alles gut läuft und die Aus­sich­ten in jeder Hin­sicht gut sind, dann besteht die Gefahr, dass wir uns zurück­zu­leh­nen und uns mit dem Erreich­ten zufrie­den­ge­ben und auf­hö­ren, uns noch mehr dar­in zu for­dern, das Bes­te zu geben.

Wer aber – um ein Schlag­wort zu gebrau­chen – nach­hal­tig im Geschäft blei­ben will, der wird der Bequem­lich­keits­fal­le ent­ge­hen wol­len und wird, solan­ge er im Beruf ist, nie auf­hö­ren, nach dem Bes­se­ren zu stre­ben zum Wohl sei­ner Kun­den und letzt­lich zu sei­nem eige­nen. Dahin­ter liegt der zutiefst mensch­li­che Antrieb, zu wach­sen und Neu­es zu erkun­den, auch ein Hun­ger, sei­ne Leis­tun­gen auf ein höhe­res Niveau zu brin­gen und den Auf­trag­ge­bern noch bes­ser zu dienen.

Best­leis­tung ist umfassend

Will man Best­leis­tun­gen nicht zu „Ein­tags­flie­gen“ machen, son­dern zur Gewohn­heit wer­den las­sen, dann sind Bedin­gun­gen zu schaf­fen, die es ermög­li­chen, ein ent­spre­chend hohes Leis­tungs­ni­veau auf­recht zu erhal­ten. Dazu gehört, dass der Frei­be­ruf­ler oder Selbst­stän­di­ge nicht nur sich selbst per­ma­nent an die Kan­da­re nimmt, son­dern auch das Arbeits­um­feld. Dazu gehö­ren in ers­ter Linie alle Mit­ar­bei­ter und danach auch Geschäfts­part­ner, mit denen zusam­men­ge­ar­bei­tet wird.

Zum Umfeld gehö­ren auch die Kun­den selbst, die Emp­fän­ger der Dienst­leis­tung. Ja auch sie sind durch­aus Teil der Ver­ant­wor­tung, wenn es gilt, Best­leis­tun­gen zu erbrin­gen. Dazu gehört zum einen ein Mit-Hin­ein­neh­men in die Leis­tungs­er­brin­gung der­art, dass ihnen der Wert der Leis­tung erkenn­bar wird und letzt­lich davon über­zeugt sind, dass sie das Best­mög­li­che und für sie Vor­teil­haf­tes­te bekom­men. Zum ande­ren sol­len sie durch das gute Bei­spiel des Frei­be­ruf­lers ermun­tert wer­den, in ihren eige­nen Leis­tungs­be­rei­chen anspruchs­vol­ler zu wer­den und Best­leis­tun­gen zu erreichen.

Best­leis­tung ist sinnstiftend

Best­leis­tun­gen kann nur der­je­ni­ge auf Dau­er erbrin­gen, der sie aus einem inne­ren Antrieb her­aus und der sie des­halb mit gro­ßer Freu­de macht. Er muss zudem über­zeugt sein, dass sei­ne Arbeit Sinn ergibt, dass sie ande­ren dau­er­haft hilft und deren Situa­ti­on erleich­tert. Er muss zudem dar­auf bau­en kön­nen, dass der Wert sei­ner Arbeit auch in vol­lem Maß erkannt und ent­spre­chend mate­ri­ell wert­ge­schätzt wird.

Best­leis­tung ist so gese­hen nicht nur das Ergeb­nis eines inne­ren Ver­lan­gens, son­dern wirkt sich – wenn die vor­hin genann­ten Bedin­gun­gen gege­ben sind – wie­der­um ver­stär­kend sinn­stif­tend aus. Dazu gehört auch die Ein­sicht, dass es vor allem gute Bezie­hun­gen sind, auch Bezie­hun­gen zu Kun­den, denen auf bes­te Wei­se gedient wor­den ist, die letzt­lich hohe Lebens­qua­li­tät bewir­ken. Best­leis­tung macht Sinn!

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