Der Nutzen von Integrität

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Sach­ver­stän­di­ge sind Teil jenes gesell­schaft­li­chen Gefü­ges, was man als „Ver­trau­ens­wirt­schaft“ bezeich­nen könn­te. Damit sind jene geschäft­li­chen Vor­gän­ge gemeint, in denen der Kun­de oder Kli­ent dem „Leis­tungs­er­brin­ger“ sehr hohes Maß an Ver­trau­en ent­ge­gen­brin­gen muss, damit über­haupt ein Geschäft zustan­de kommt. Wir den­ken an Ange­hö­ri­ge der frei­en Beru­fe wie Ärz­te, Nota­re, Rechts­an­wäl­te, viel­leicht auch an Steu­er­be­ra­ter oder Zivil­tech­ni­ker. Aber im Grun­de sind wir alle dar­auf ange­wie­sen, dass man uns Ver­trau­en ent­ge­gen­bringt. Eine Vor­aus­set­zung dafür ist Inte­gri­tät. Die wol­len wir uns näher ansehen.

Wor­um es geht

In ihrem bereits 2010 erschie­ne­nen und sehr lesens­wer­ten Buch „Erfolgs­fak­tor Inte­gri­tät – Wie Wirt­schaft und Gesell­schaft erneu­ert wer­den kön­nen“ neh­men sich die Autoren Johan­nes Grassl und Clau­de Schmutz des The­mas an. Sie span­nen den Bogen weit und wei­sen auf die zen­tra­le Rol­le der Inte­gri­tät nicht nur für beruf­li­ches Fort­kom­men, son­dern für ein gelun­ge­nes Leben als Gan­zes hin:

„Hin­ter Ver­trau­en steht Inte­gri­tät. Ver­trau­en kann nur auf der Basis von Inte­gri­tät ent­ste­hen. Geleb­te Inte­gri­tät schafft Ver­trau­en, Ver­trau­en stärkt die per­sön­li­chen Bezie­hungs­fel­der, dies för­dert das Gelin­gen der ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­che. Für ganz­heit­li­chen Erfolg wird das Fun­da­ment gelegt. Des­halb ist Inte­gri­tät ent­schei­den­der Fak­tor für das Gelin­gen des per­sön­li­chen, beruf­li­chen und gesell­schaft­li­chen Lebens.“

Eine drei­tei­li­ge Definition

Jede seriö­se Aus­ein­an­der­set­zung mit einem The­ma setzt die sau­be­re Defi­ni­ti­on der ver­wen­de­ten Schlüs­sel­be­grif­fe vor­aus. Was also ist unter Inte­gri­tät zu ver­ste­hen? Die Autoren sehen dar­in das Zusam­men­wir­ken von drei Gegebenheiten:

Inte­gri­tät bedeu­tet ers­tens, dass das Den­ken, Reden und Tun einer Per­son über­ein­stim­men: Wir müs­sen das, was wir den­ken, auch sagen. Wir müs­sen das, was wir sagen, auch tun. Und wir müs­sen das, was wir tun, dann auch sein. 

Inte­gri­tät bedeu­tet zwei­tens einen per­ma­nen­ten posi­ti­ven Ver­än­de­rungs­pro­zess der eige­nen Persönlichkeit. 

Inte­gri­tät bedeu­tet drit­tens, dass die Per­sön­lich­keit eines Men­schen kom­plett und in Über­ein­stim­mung mit ihrem Ori­gi­nal-Zustand ist.

Der Nut­zen der Integrität

In einem umfas­sen­den Kapi­tel stel­len die Autoren auf ein­dring­li­che und über­zeu­gen­de Wei­se den per­sön­li­chen, zwi­schen­mensch­li­chen, wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Nut­zen geleb­ter Inte­gri­tät dar. Allein schon aus den hier nur gering­fü­gig ergänz­ten Über­schrif­ten der ein­zel­nen Abschnit­te las­sen sich kla­re Aus­sa­gen entnehmen:

-          Gewinn von Glaub­wür­dig­keit und Vertrauen

-          Wach­sen­de Führungskompetenz

-          Gestei­ger­te Wertschöpfung

-          Spür­ba­rer Wettbewerbsvorteil

-          Macht fit für die Zukunft

-          Ver­bes­sert die Lebensqualität

Das Feh­len von Inte­gri­tät hät­te jeweils das genaue Gegen­teil zur Folge…

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