Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #16: Begeisterung

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Wer jene Zeit­ge­nos­sen gedank­lich an sich vor­bei­zie­hen lässt, die es in ihrem Beruf zu dem gebracht haben, was man gemein­hin als Erfolg bezeich­net und die dabei umgäng­lich und ange­nehm geblie­ben sind, wird mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit an die­sen Men­schen eine Eigen­heit fest­stel­len, die sie gemein­sam haben: ein hohes Maß an Begeis­te­rung. Nicht nur etwa für ein Hob­by oder eine rasch ver­flie­gen­de Hype, nein, son­dern für genau das, was sie haupt­säch­lich und beruf­lich schon seit Jah­ren tun. Und die­se ihre Begeis­te­rung kann sehr anste­ckend sein, wobei hier gar nicht von Emo­tio­nen die Rede ist.

Wer etwa anläss­lich einer Wein­ver­kos­tung dem Besit­zer eines uralten Wein­gu­tes zuhört, wie er eher sach­lich über sei­ne Arbeit spricht und dabei Geschich­te und Geschich­ten zum Bes­ten gibt, sie mit Fak­ten unter­malt, die stau­nen las­sen und neben den Höhen auch die Tie­fen des eige­nen Wer­de­gangs nicht ver­gisst zu erwäh­nen, das alles noch dazu mit einem Unter­ton, der ihn über eige­ne Schwä­chen schmun­zeln lässt, der ist ein Trä­ger jener Begeis­te­rung, die ich hier meine.

In mei­nen Augen haben sol­che begeis­ter­ten und zumeist begeis­tern­den Mit­men­schen ein paar Eigen­schaf­ten gemein, die gut zu einem Frei­be­ruf­ler pas­sen und die hier kurz – und zuge­ge­ben etwas idea­li­sie­rend – genannt wer­den sollen:

Sie sind neu­gie­rig und ler­nen gerne

Neu­gier ver­steht sich hier eher als akti­ve Offen­heit gegen­über Neu­em, nicht nur auf dem eige­nen Fach­ge­biet: Inter­es­sant ist für sie alles, was einer posi­ti­ven Wei­ter­ent­wick­lung ihres Tuns för­der­lich ist. Lebens­lan­ges Ler­nen ist kei­ne Ver­pflich­tung, son­dern eine ange­neh­me Her­aus­for­de­rung, die sehr ger­ne auf­ge­nom­men wird. Man wird nie zu alt, etwas neu anzufangen.

Sie schaf­fen sich Freiraum

Krea­ti­vi­tät gedeiht nur in einer Umwelt ohne Ein­engung. Platz muss sein für Expe­ri­men­te und Ver­su­che, für das Betre­ten von Neu­land. Das kön­nen Räu­me sein, in die ein unge­stör­ter Rück­zug mög­lich ist, oder aber auch Orte der Betrieb­sam­keit als Foren der Aus­ein­an­der­set­zung zum Fin­den von Ant­wor­ten auf wich­ti­ge Fragen.

Sie sind Dienst­leis­ter im bes­ten Sinne

Die­nen heißt hier, in die Welt der Mit­men­schen ein­zu­tau­chen und ihre The­men aus ihrer Per­spek­ti­ve ken­nen­zu­ler­nen. Sie sind der Über­zeu­gung, dass ihre Arbeit die­sen Mit­bür­gern zu die­nen hat, auch wenn eben­die­ses Publi­kum das Gebo­te­ne erst nach eini­ger Zeit akzep­tiert und schätzt.

Sie geben nicht auf und sind Ermutiger 

Sie sind nicht an den neun­und­neun­zig Mög­lich­kei­ten inter­es­siert, die eine neue Idee schei­tern las­sen, son­dern aus­schließ­lich an der ein­zi­gen Mög­lich­keit, die ihr zum Durch­bruch ver­hilft. In die­sem Sin­ne gehö­ren sie nicht zu den Resi­gna­ti­on ver­strö­men­den Mit­läu­fern neu­er Ent­wick­lun­gen, son­dern sie sind ech­te Ermutiger.

Sie sehen mate­ri­el­len Erfolg nicht Ziel, son­dern als Fol­ge ihres Tuns

Mate­ri­el­le Erfol­ge geben Auf­trieb und sind letzt­lich ein Zei­chen der Akzep­tanz und Wert­schät­zung. Aber sie ste­hen nicht im Vor­der­grund. Finan­zi­el­le und mate­ri­el­le Resul­ta­te wer­den als logi­sche Fol­ge der eige­nen Tätig­keit gese­hen, nicht aber als des­sen Ziel.

Das Bes­te dar­an: Begeis­te­rung steckt an!

Mit­men­schen mit einer grund­sätz­lich posi­ti­ven und ermu­ti­gen­den Art, die noch dazu ihre Begeis­te­rung auf ande­re aus­strah­len, sind im Regel­fall nicht nur gesuch­te Gesprächs‑, son­dern auch begehr­te Koope­ra­ti­ons­part­ner. Denn: Begeis­te­rung steckt an!

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