Herzenssache Qualität

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Herzenssache Qualität

Es wird wohl kaum Unter­neh­men oder Selb­stän­di­ge geben, die nicht ein kla­res Bekennt­nis zur Qua­li­tät ihrer Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen able­gen wür­den. Was aber ist das Wesen von Qua­li­tät, wie und wodurch ent­steht sie? Vom grie­chi­schen Phi­lo­so­phen Aris­to­te­les soll die Aus­sa­ge stam­men, wonach Qua­li­tät kei­ne Hand­lung sei, son­dern eine Hal­tung. Wenn das zutrifft, müss­te man vor­aus­set­zen, dass der Qua­li­täts­ge­dan­ke so tief in das Bewusst­sein eines Men­schen ein­ge­drun­gen ist, dass er dort sei­nen fes­ten Platz hat und sich in exzel­len­ten Ergeb­nis­sen wider­spie­gelt, dass Qua­li­tät also zur Her­zens­sa­che gewor­den ist.

Der Kun­de steht im Mittelpunkt

Qua­li­tät wird in heu­ti­ger Sicht dar­in gemes­sen, wie weit ein Kun­de mit einer gebo­te­nen Leis­tung zufrie­den war. Lip­pen­be­kennt­nis­se des Anbie­ters rei­chen hier nicht aus, Fak­ten zäh­len. Alle Bestre­bun­gen zie­len dar­auf ab, den Kun­den, sei­ne Bedürf­nis­se, For­de­run­gen und Erwar­tun­gen ken­nen­zu­ler­nen und  ihm im bes­ten Sinn zu die­nen.  Dass aus die­ser Ein­stel­lung ein wesent­li­cher Wett­be­werbs­vor­teil ent­sprin­gen kann, ist offen­sicht­lich: Wer auf Qua­li­tät setzt, hat Zukunft.

Aus­rich­tung auf die bes­te Leistung 

Qua­li­täts­den­ken beinhal­tet Lern­fä­hig­keit und die Bereit­schaft zur stän­di­gen Ver­bes­se­rung. Auch eine noch so gute Leis­tung kann ver­bes­sert wer­den. Es gilt aber auch, neue Wege zu fin­den, die noch nie­mand beschrit­ten hat. Das ist meist ris­kant, aber über­le­bens­not­wen­dig, bekann­ter­ma­ßen ist das ein­zig Bestän­di­ge der Wan­del. Ver­än­de­rung ist fast immer unbe­quem, muss aber ange­packt wer­den, schließ­lich sind Unter­neh­mer gefragt, nicht Unterlasser.

Qua­li­tät für alle Fälle 

Qua­li­täts­den­ken ist nicht auf Indi­vi­du­en beschränkt. Gro­ße Unter­neh­men – allen vor­an Toyo­ta – haben gezeigt, dass der Qua­li­täts­ge­dan­ke nicht nur ein­zel­ne Per­so­nen, son­dern gan­ze Unter­neh­men erfas­sen kann, von der Fir­men­lei­tung bis hin­un­ter zum kleins­ten Mit­ar­bei­ter. Wer es schafft, die Bot­schaft in jedem Mit­ar­bei­ter zu ver­an­kern, ist im Vor­teil. Mit der Fol­ge, dass man Mit­spie­ler um die Füh­rungs­rol­le am Welt­markt ist.

Unser per­sön­li­cher Beitrag

Zurück zu uns selbst: Qua­li­tät besteht nach obi­ger Defi­ni­ti­on dar­in, dass Erwar­tun­gen, Wün­sche und Bedürf­nis­se erfüllt wer­den. Wie hal­ten wir es mit der Qua­li­tät? Lebens­qua­li­tät besteht zu einem Groß­teil in der Qua­li­tät von Bezie­hun­gen, wir sind schließ­lich sozia­le Wesen. Bezie­hungs­qua­li­tät zeigt sich im Umgang mit­ein­an­der, in der Art wie wir Kon­flik­te aus­tra­gen, ein­an­der hel­fen oder behindern.

Qua­li­täts­prin­zip: Gol­de­ne Regel

Das bes­te Qua­li­täts­merk­mal im Umgang mit­ein­an­der scheint immer noch die Beach­tung der Gol­de­nen Regel zu sein, die ein uni­ver­sel­les Qua­li­täts­prin­zip des mensch­li­chen Zusam­men­le­bens beschreibt und sich in Phi­lo­so­phien und man­chen Reli­gio­nen fin­det. In der Lese­art einer moder­nen Bibel­über­set­zung etwa lau­tet sie nach Mat­thä­us 7,12: “ Alles, was ihr für euch von den Men­schen erwar­tet, das tut ihnen auch.“ Auch das soll­te uns eine Her­zens­sa­che sein.

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