Erfolgsfaktoren für Freiberufler – #1: Stärken stärken!

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Was macht den Erfolg eines Selb­stän­di­gen aus? Wie kann ich als Frei­be­ruf­ler am Markt erfolg­reich sein? Reicht allein mein Wis­sen und Kön­nen in fach­li­cher Hin­sicht aus? Wie kann ich sicher sein, dass mei­ne Leis­tun­gen gebraucht wer­den? Wie fin­de ich mei­ne Kun­den? Fra­gen über Fra­gen, gestellt von Per­so­nen, die aus unter­schied­li­chen Grün­den den Sprung in eine neue Exis­tenz anpei­len, ent­we­der aus frei­en Stü­cken oder – immer öfter – gezwungener­maßen. Ver­such eines Rat­ge­bers, damit der Sprung kein Bauch­fleck wird.

Sich neu erfinden

Die Zei­ten ändern sich rapi­de, wir Frei­be­ruf­ler müs­sen stets bereit sein, uns neu­en Herausforde­rungen zu stel­len und sicher­ge­hen, dass unse­re Leis­tun­gen stets den For­de­run­gen und Erwar­tun­gen unse­rer Auf­trag­ge­ber ent­spre­chen. Dazu heißt es, lieb­ge­wor­de­ne Leis­tun­gen, Tätig­kei­ten, Metho­den, Arbeits- und Ver­hal­tens­wei­sen regel­mä­ßig zu prü­fen und dann über Bord zu wer­fen, wenn sie sich im Hin­blick auf den Kun­den­nut­zen als wert­los erwei­sen. Der öster­rei­chi­sche Öko­nom Josef Schum­pe­ter hat in die­sem Zusam­men­hang von der Not­wen­dig­keit per­ma­nen­ter „krea­ti­ver Zer­stö­rung“ gespro­chen, von der Erfor­der­nis, sich in sei­ner Tätig­keit von Zeit zu Zeit neu zu erfinden.

Fix­punk­te für Erfolg

Von die­sen per­ma­nen­ten Ände­run­gen natür­lich nicht betrof­fen sind per­sön­li­che Wert­hal­tun­gen, die  selbst­ver­ständ­li­cher Teil des Rüst­zeugs eines jeden Frei­be­ruf­lers sein soll­ten, wie etwa Zuverlässig­keit, Inte­gri­tät oder Ehr­lich­keit. Und eben­falls unver­än­der­lich sind eini­ge grund­sätz­li­che For­de­run­gen an die Per­sön­lich­keit des Frei­be­ruf­lers, die in mei­nen Augen zu wenig beach­tet wer­den, für nach­hal­ti­gen Erfolg aber letzt­lich aus­schlag­ge­bend sind. Die­se Erfolgs­fak­to­ren sol­len in der Arti­kel­rei­he beleuch­tet wer­den, wobei die Dar­stel­lung der­sel­ben aus eige­ner Erfah­rung ent­springt und kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit erhebt. Auf Kri­tik und Bei­trä­ge aus dem Leser­kreis freue ich mich.

Erfolgs­fak­tor # 1: Stär­ken stärken!

Jeder von uns ist mit Talen­ten und Bega­bun­gen aus­ge­stat­tet, die ihm von Geburt mit­ge­ge­ben sind. Wenn wir die­se ent­wi­ckeln und aus­bau­en, wer­den sie zu Stär­ken, die wir jeder­zeit ein­set­zen kön­nen. In unse­ren Stär­ken fällt uns Arbeit leicht, macht uns Spaß, wir sind nicht über­for­dert und zu über­durch­schnitt­lich guten Leis­tun­gen fähig. Erfolg­rei­che Men­schen ver­ste­hen es, ein Tätig­keits­feld zu fin­den, das ihren Stär­ken ent­spricht, ja meist sie drän­gen danach, sich ein Umfeld zu schaf­fen und zu gestal­ten, das ihre Stär­ken voll zur Ent­fal­tung kom­men lässt. Wer das erreicht, hat den ent­schei­den­den Vor­teil, dass er in sei­nen Tätig­kei­ten sehr effi­zi­ent und damit wirt­schaft­lich erfolg­reich sein kann.

Zu wenig Stär­ken im Beruf eingesetzt

Lei­der wer­den unse­re Talen­te, die sich im Kin­des­al­ter bereits spie­le­risch abzeich­nen, im Zuge unse­rer Erzie­hung meist nicht genug geför­dert und in unse­rer Schul­lauf­bahn soweit „nivel­liert“, dass wir sie aus unse­rem Gesichts­feld ver­lie­ren. Der Ein­fluss „wohl­mei­nen­der“ Erzie­her tut das Übri­ge und schein­ba­re wirt­schaft­li­che Not­wen­dig­kei­ten und ande­re Umstän­de haben oft eine sub­op­ti­ma­le Berufs­lauf­bahn zur Fol­ge. Eine inter­na­tio­na­le Umfra­ge unter über einer Mil­li­on Men­schen hat erge­ben, dass nur jeder Fünf­te in der Lage ist, sei­ne Stär­ken im Beruf täg­lich einzusetzen.

Talen­te wol­len ent­fal­tet werden

Trotz­dem blei­ben unse­re Talen­te erhal­ten. Und bewusst oder unbe­wusst rich­ten wir unse­re Tätig­kei­ten wie eine Kom­pass­na­del in Rich­tung unse­rer Talen­te und Stär­ken aus, wenn nicht im Beruf, dann eben in der Frei­zeit. Für uns selbst ist es gar nicht so leicht, unse­re Talen­te zu ent­de­cken, weil uns die damit ver­bun­de­nen Tätig­kei­ten so leicht fal­len, dass sie uns selbst­ver­ständ­lich erschei­nen. Wie kann man sei­ne Talen­te und Stär­ken ent­de­cken? Es gibt eine Rei­he von Tests, die einen guten Anhalt geben kön­nen, ein Lite­ra­tur­hin­weis ist am Ende des Arti­kels zu fin­den. Eine wei­te­re gute Mög­lich­keit besteht dar­in, unser Umfeld zu fra­gen: Fami­li­en­mit­glie­der, Freun­de, Ver­wand­te und wohl­mei­nen­de Arbeits­kol­le­gen wis­sen mehr über unse­re Stär­ken als wir selbst.

Stär­ken voll einsetzen

Beson­ders für den Frei­be­ruf­ler, des­sen Per­sön­lich­keit zugleich sei­ne wert­volls­te Res­sour­ce dar­stellt, ist es daher von zen­tra­ler Wich­tig­keit, dass er sei­ne Stär­ken kennt, aus­baut und im Beruf voll ein­setzt. Das hat Aus­wir­kun­gen oft nicht so sehr auf das, was er tut, son­dern dar­auf, wie er es tut. Es ist ein stän­di­ger Pro­zess, der sei­ne Per­sön­lich­keit wei­ter ent­fal­ten hilft nicht nur zu sei­nem eige­nen Nut­zen, son­dern zu dem sei­nes gan­zen beruf­li­chen Umfeldes.

Emp­feh­lens­wer­te Lite­ra­tur zum Thema: 

„Erken­nen Sie Ihre Stär­ken jetzt! Das Gal­lup-Prin­zip für indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung und erfolg­rei­che Füh­rung“ von Donald O. Clif­ton, Mar­cus Buck­ing­ham und Volk­hard Matyssek, Cam­pus Verlag

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