Autor: Ingo Sonnek

  • Technisches Kulturgut

    Die bes­ten Schöp­fun­gen aus Musik und Dar­stel­len­der Kunst sind Bei­spie­le für kul­tu­rel­le Errun­gen­schaf­ten der Zivi­li­sa­ti­on, in der wir das Vor­recht haben, zu leben. Wir pfle­gen und erhal­ten sie sorg­sam. Wäh­rend man aber der Bewah­rung bild­ne­ri­scher und musi­ka­li­scher Wer­ke mit Recht hohen Stel­len­wert zuweist, gilt dies in weit­aus gerin­ge­rem Maße für Inge­nieur­leis­tun­gen. Denn beach­tens­wer­te und erhal­tungs­wür­di­ge…

    Technisches Kulturgut
  • Es spricht der Präsident

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    In bei­den Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen, deren (Zwangs-)Mitglied ich nach wie vor bin, habe ich es im Lau­fe der Jah­re zu Funk­tio­närs­eh­ren gebracht. Wahr­schein­lich aus dem Grund, dass ich mich zu wenig dage­gen gewehrt habe. Der­lei Ehren­äm­ter ver­pflich­ten unter ande­rem zur Teil­nah­me an Sit­zun­gen in allen mög­li­chen For­men. Man­che kön­nen erdrü­ckend lang sein und noch dazu schreck­lich fad.…

    Es spricht der Präsident
  • Die persönliche Note in Gutachten

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    Bevor sich ein lite­ra­ri­scher Neu­ling anschickt, ein Sach­buch, einen Roman oder eine Erzäh­lung zu ver­fas­sen, wird er sich ver­mut­lich zuerst nach Anlei­tun­gen zu gutem Schrei­ben umse­hen. Glück­li­cher­wei­se haben eini­ge bekann­te Schrift­stel­ler sol­che ver­fasst oder zumin­dest kur­ze hilf­rei­che Rat­schlä­ge hin­ter­las­sen. Nun ist ein Sach­ver­stän­di­ger eben­falls eine Art Schrift­stel­ler, wenn­gleich sei­ne Gut­ach­ten aus­schließ­lich den Zweck einer Fra­ge­be­ant­wor­tung…

    Die persönliche Note in Gutachten
  • Souveräne Stimme

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    Es steht außer Zwei­fel, dass ein Gerichts­saal einer jener Orte ist, an dem alle Betei­lig­ten eine star­ke und zuver­läs­si­ge Stim­me benö­ti­gen. Was hier nicht in dem über­tra­ge­nen Sinn gemeint ist, dass jede Par­tei sich auf einen guten Rechts­ver­tre­ter ver­las­sen muss, son­dern im wahrs­ten Sinn des Wor­tes: Näm­lich bezo­gen auf das mensch­li­che Stimmor­gan. Aber nicht nur…

    Souveräne Stimme
  • Sommerliches rund ums Gericht

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    Gerichts­ver­hand­lung an einem som­mer­li­chen Sep­tem­ber-Nach­mit­tag mit über drei­ßig Grad im Schat­ten. Der ansons­ten ange­neh­me Fuß­weg von der Park­ga­ra­ge quer durch die Innen­stadt zum Lan­des­ge­richt wäre heu­te mit über­mä­ßi­ger Tran­spi­ra­ti­on ver­bun­den. Doch wer will schon schweiß­trie­fend im Gerichts­saal ankom­men? – Also Taxi bestel­len, beque­me Fahrt bis fast direkt vor das Ein­gangs­tor, mit dem Lift ins zwei­te…

    Sommerliches rund ums Gericht
  • England – Österreich, ein Vergleich (2)

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    Die­ser zwei­te Teil der Betrach­tun­gen über unter­schied­li­che Lebens­wel­ten in Eng­land im Ver­gleich zu denen in Öster­reich dreht sich haupt­säch­lich ums Woh­nen. Glück­lich, wer sein Logis im Aus­land nicht auf Hotels oder Pen­sio­nen beschränkt! Der Besuch oder Auf­ent­halt in Wohn­häu­sern oder Woh­nun­gen von Ein­hei­mi­schen gewährt dem Gast Ein­blick in jenes Umfeld, in dem sich ein wesent­li­cher…

    England – Österreich, ein Vergleich (2)
  • Erinnerungen an Ferialpraxiszeiten …

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    Für einen Mit­tel­schü­ler (heu­te: Gym­na­si­as­ten) in den Sech­zi­ger-Jah­ren war es üblich, einen Feri­al­job zu suchen, um das damals fast für jeden Schü­ler knap­pe Taschen­geld etwas auf­zu­fet­ten. Neben mehr oder weni­ger wert­schöp­fen­der Arbeit lern­te man dabei die rea­le Arbeits­welt ken­nen mit­samt Arbeits­kol­le­gen und deren Eigen­ar­ten. Lan­ge suchen brauch­te ich als Fünf­zehn­jäh­ri­ger nicht: Mein Onkel, Besit­zer eines…

    Erinnerungen an Ferialpraxiszeiten …
  • England – Österreich, ein Vergleich

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    Die fol­gen­den Zei­len dre­hen sich nicht um Fuß­ball, Kom­men­ta­re dazu blei­ben Kom­pe­ten­te­ren vor­be­hal­ten! Hier sol­len ledig­lich eini­ge Beson­der­hei­ten aus dem eng­li­schen All­tag ange­spro­chen und den Gege­ben­hei­ten hier­zu­lan­de gegen­über­stellt wer­den. Eini­ges davon erschließt sich aber erst nach einer gewis­sen Auf­ent­halts­dau­er. Man­ches ist nicht gegen­ständ­li­cher Art, son­dern hat mit Unter­schie­den in der Lebens­art zu tun. Und es…

    England – Österreich, ein Vergleich
  • Was hat sich für Flugpassagiere geändert?

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    Sieht man von dem Zeit­geist geschul­de­ten Umwelt­be­den­ken ab, scheint das Flie­gen heu­te kei­ne beson­de­re Sache zu sein. Der frü­her eher exklu­si­ve Weg auch zu weit ent­fern­ten Desti­na­tio­nen ist schon lan­ge für brei­te Schich­ten leist­bar, womit sich der Luft­trans­port mehr und mehr der Rou­ti­ne und All­täg­lich­keit übli­cher Trans­port­ar­ten ange­nä­hert hat. Was bedeu­tet, dass man den beab­sich­tig­ten…

    Was hat sich für Flugpassagiere geändert?
  • Wahrheit und Konformitätszwang

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    Der pol­nisch­stäm­mi­ge US-ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­ge Solo­mon Asch (1907 – 1996) hat in den Fünf­zi­ger-Jah­ren ein inter­es­san­tes Expe­ri­ment durch­ge­führt, das nichts an Aktua­li­tät ver­lo­ren zu haben scheint: Ver­ein­facht gesagt zeig­te er auf, dass der Kon­for­mi­täts­druck einer Grup­pe das Den­ken einer Per­son so sehr zu beein­flus­sen ver­mag, dass sie ent­ge­gen ihrer eige­nen Mei­nung oder Wahr­neh­mung zu einem fal­schen…

    Wahrheit und Konformitätszwang